Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 6 (1868)
- Issue
- 4 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 302 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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302 Aus Briefen. Schrift würde ganz richtig die Mazza, welche am Passahfeste genossen werden soll, zum Unterschiede von der Mazza, wie sie im Oriente in alter und in unserer Zeit häufig zubereitet wird, da im Oriente gewöhnlich nur für den Bedarf Eines Tages Brod gebacken wird, mit dem Ausdrucke לחם עכי characterisiren und fügt als Grund hinzu: denn in Eile bist Du aus dem Lande Egypten ausgezogen; eine Erklärung, die sonst ganz unverständlich ist. Josef giebt seinen Söhnen Namen, die ganz der Situation, in welcher er sich befand, entsprachen. Nachdem ihm Menasse geboren war, freute er sich, daß Gott ihm sein Mühsal vergessen ließ, und als er mit dem zweiten Sohne beschenkt wurde, giebt er dem freudigen Gefühle Ausdruck, daß Gott ihn in der Fremde zum Vater einer größern Familie machte. Von Hrn. Rabb. Dr. Wolfs, Gothenburg, 16. Juni. . . . Ueber Eines muß ich mich sehr wundern, daß Sie nämlich solchen Fragen wie über ״die Castration" Aufnahme gestatten. Die Zeitschrift ist auf der Höhe der Wissenschaft gehalten, derartige Aufsätze scheinen mir aber nur für solche Blätter zu Passen, die das Gebiet der Casuistik als ein heiliges ansehen. ... Zu meiner großen Ueberraschung sah ich Ihre Bemerkung soben S. 80 ®.] hinsichtlich der Autorschaft der von mir besprochenen Uebersetzung. Ich glaube, daß nur sehr Wenige bisher daran gedacht, daß sie nicht von I. Tibbon herrühre, ja Sie selbst scheinen mir Anfangs — wie aus einer Note sBd. V, S. 240 G.j hervorgeht — denselben als Vfr. angesehen zu haben. Ich hatte natürlich von vorn herein keinen andern Zweck als in sachlicher und sprachlicher Hinsicht das zu zeigen, was mir das Rechte schien. . . . Findet sich die I. T.'sche Uebersetzung irgendwo vollständig abgedruckt? Abrabanel's Rosch Amana habe ich erst vor wenigen Tagen erhalten; die darin abgedruckte Uebersetzung der 13 Glaubensartikel ist keineswegs von Fehlern oder doch großen Ungenauigkeiten frei, wenn sie auch im Ganzen besser sein mag als die in unfern Talmud-Ausgaben; auch fehlen mehrere Sätze darin. Jedoch es genüge an dieser Andeutung; eine weitere Ausführung würde zu weit führen. sDaß die Ueberfetzung des maimonid. Comm. zum Abschn. Chelek in unfern Drucken nicht Samuel Thibbon angehört, ist längst anerkannt und gab ich dies in dem 1850 erschienenen Hefte ״Moses ben Maimon" S. 63 ausdrücklich an; ausführlicher handelt darüber Steinschneider im