Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 6 (1868)
- Issue
- 4 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
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300 Aus Briefen. dessen Befolgung und Bedingung des Verdienstes wie der Strafbarkeit. (Beispiele von diesem Gebrauche des u. s. w. liefert unter anderem Enchiridion studiosi ed. Caspari S. hf, 3. 1, S. ri* vorl. u. l. Z., Zamachschari's Nrckaddimat al־adab ed. Wetzstein S. 237 Z. 11 u. 12; — Scheichzade im Supercommentar zu Beidawi, Sur. 2 V. 21, setzt einander entgegen Laren, und *IJIä , kenntnißreiche Gelehrte). Des Uebersetzers יודע wird also als Hostal zu fassen seyn: daß unterrichtet werde (? G.). Ebendas, ist \J das Gebet für ihn (den Messias), eigentl. die Anrufung (nämlich Gottes) für ihn. Der beständige Gegensatz zu diesem *J ist **1^ L&3, er hat (Gott) gebeten, ihm Unheil, Verderben u. dgl. zu senden, er hat ihn verwünscht, hat ihm Böses angewünscht. Von Hrn. Dr. G. Wolf, Wien, 15. Juni. Sie gedenken im 1. Heft Ihrer Zeitschrift 1868 der hiesigen allg. Literaturzeitung. Zur Kennzeichnung des Journals dürste Folgendes nicht uninteressant sein. Ich lernte den Redacteur Hrn. Wiedenfeld, derselbe ist aus Baiern, im Archive des Finanz- Ministeriums kennen. Er ersuchte mich, ihm meine ״Studien" zur Besprechung zu übersenden. Ich sagte dies zu mit der Bemerkung, daß ich durchaus nicht eine unparteiische Besprechung erwarte. Die Besprechung erschien, sie war vom Professor an der theologischen Facultät in Prag, Schulte, und war, wie ich es voraussetzte, sehr abfällig. Mit welcher Gründlichkeit der Herr Professor verfuhr, mag aus Folgendem hervorgehen. Er schreibt: ״Beilage XVIII giebt ein Exemplar aus einem Gutachten der niederösterreichischen Regierung von 1775, das ein Muster von Schmähungen der katholischen Hierarchie enthält, wo Päbste als Pinsel bezeichnet werden." In dem Document heißt es jedoch nicht Pinsel sondern ״Piuse (!)" und der Herr Recensent hat falsch gelesen. — Ich theilte dies dem Redacteur, Herrn Wiedenfeld, mit. Hierauf erschien eine Berichtigung des Inhaltes: ich hätte gesagt, es sei ein Druckfehler und es solle statt Pinsel Piuse gelesen werden. In solcher Weise nahm der Redacteur, um den Recensenten zu schützen, zu einer handgreiflichen Unwahrheit Zuflucht.