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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 4 (1868) · p. Seite 295

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 295 (sequence 55)
Language
German
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Ans Briefen. 295 müßte), und die Vertauschung von לא (was wir als Urform setzen müßen), 1ל resp. לך und לוי kann erst späten Zeiten angehören, wo man die beiden ersten Wörter gleichermaßen lö sprach (wie 12ראצ — i; — ג-ןסל* יאנלר;ראש, wo überall das Arab. die Urform hat, welche es bei *$ ״nicht" allerdings nicht mehr bewahrt hat. Uebrigens ist natürlich das hypothetische ״wenn" (&*) sehr oft seiner Bedeutung nach mit ״nicht" zu vertauschen: auf diesem Umstande beruhen die meisten seiner Aenderungsvorschläge. Ich bin ' überhaupt nicht für solche Aenderungen, wenn sie irgend vermieden werden können. Die Aenderungen des לא in Gen. 23 sind übrigens schon von Manchen vorgeschlagen. Für durchaus nöthig halte ich sie nicht, da die kleine Variation des Ausdrucks nicht unpassend wäre. Ganz unglücklich ist K.'s Auffassung von Hiob 39, 17 f.: Der Strauß, obgleich Gott ihm keine Weisheit gegeben, verlacht trotzdem wirklich Roß und Reiter, Gott hat es daher nicht nöthig, ihm erst dazu die Weisheit zu geben. Die Masorethen haben die Verse durchaus richtig abgetheilt; es gehört doch schon eine starke Voreingenommenheit dazu, in לה בביכה pbn ולא etwas Anderes als das Parallelglied zu כי השה אלוה הכנלה zu erkennen, welches sonst noch dazu gegen die Weise des Dichters ohne Parallelglied dastünde. Durch כעת bringt der Dichter uns nur die ganze Scene näher ״jetzt peitscht er" rc. Und ähnlich ist es mit den meisten Vorschlägen. Bei einem so schweren Buch wie Hiob, dessen Sinn wir oft nur sehr annähernd errathen können, sollen wir uns doch wenigstens davor hüten, unverdächtige Stellen mit vortrefflichem Sinn anzugreifen. Es giebt Stellen genug, die entschieden verdorben sind. fJch wollte die abweichende einung eines Mannes wie Nöldeke und namentlich seine Mahnung zur keuschen Maßhaltung im Conjecturiren nicht zurückhalten. Auch ich stimme in Bezug auf Letzteres, insofern man blos nach Belieben einen Schreibfehler annimmt, vollkommen. mit ihm überein. Ein Anderes jedoch ist es, wo eine Construction, weil sie dem spätern Sprachgebrauchs und Sprachbewußtsein abhanden gekommen, mißverstanden worden und zu Um- Änderungen Veranlassung gegeben haben mag. Dies scheint mir allerdings mit dem Wörtchen לו, namentlich in seiner Verbindung mit כעת und כי עתה der Fall zu sein, und der Widerspruch Nöld.'s gegen die meisten Vermuthungen K.'s scheint mir doch einem falschen

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