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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 4 (1868) · p. Seite 285

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 285 (sequence 45)
Language
German
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IV. Zu L. Geiger's Ursprung der Sprache. 285 mälern nicht vor. So ist es auch sehr beachtenswerth, daß unter den Geschenken, welche Abraham in Aegypten erhält (1 Mos. 12,16), weder Pferde noch Maulesel Vorkommen. Hingegen finden sich die Pferde auf spätern Denkmälern und Inschriften." Ebenso läßt Joseph die Aegypter auch ihre Pferde für Getreide bringen (das. 47, 17), und die Seuche trifft auch die Pferde (2 Mos. 9, 3). Die nordischen Urbewohner Kanaans haben, wie in Aegypten viele Pferde und eiserne Kriegswagen. Dagegen findet sich von dem in der nachchristlichen Zeit so berühmten arabischen Pferde in der biblischen Zeit keine Spur; die Araberstämme werden oft, und immer mit Kameelen geschildert. ״Es hängt dies damit zusammen — meint der Vers. —, daß vom Reiten auf Pferden (welche Gebrauchsweise den Arabern das Pferd erst wichtig machte) in den älteren Büchern der Bibel überhaupt nicht die Rede ist, da rakab, wo man diese Wurzel so verstehen könnte, das Besteigen des Wagens oder das Fahren auf demselben bedeutet." Wie der Vers, diese Behauptung rechtfertigen will, bleibt mir unbegreiflich; rakab kommt vielmehr in allen biblischen Büchern in der Bed.: reiten (auf Eseln, Maulthieren, Kameelen und Pferden) vor, selbst die Beispiele, welche Gesenius aus Jerem. 17, 25 und 22, 4 für ״fahren" anführt, schließen die Bedeutung ״reiten" mit ein, indem es dort heißt: rokebim ba־rekeb uba-susim, sie fahren in Wagen und (reiten) auf Pferden, während etwa nur 3 Mos. 15, 9 das Fahren allein gemeint wird. Der Vers, wird wohl den Segen Jakob's als einen der ältesten Bestandtheile der Bibel betrachten. Dort nun (1 Mos. 49, 17) wird Dan einer Schlange verglichen, die dem Pferde in die Fersen beißt, so daß der Reiter (rok6bo) rücklings stürzt; rücklings aber stürzt nur der Reiter, wenn im Schmerze das Pferd sich bäumt, nicht aber wer auf dem Wagen fährt. Nachdem der Vers, noch von andern Thieren gesprochen, geht er auf S. 466 zum Hunde über, wo wir die beachtenswerthe Bemerkung lesen: ״Die Zähmung und Abrichtung des Hundes ist übrigens in Asien und Europa Wohl kaum so alt, als gewöhnlich geglaubt wird. Lahard hat auf den Jagdscenen gerade der ältesten assyrischen Denkmäler keinen Hund dargestellt gefunden. In der Bibel findet sich keine Spur von der Verwendung des Hundes zur Jagd, so sehr auch z. B. in der Geschichte Esau's sich Gelegenheit geboten hätte. Der Hirtenhund ist nur Hiob 30, 1 und Jes. 66 [l 56], 10 f. erwähnt; und das Schweigen in den

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