Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 6 (1868)
- Issue
- 3 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2420973-2420992-2420995--1847-2422934- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Von Hrn. Dr. Köhler. 233 Tabellen und einer Biographie des Moses. Als neu weiß uns der Vers, höchstens zu erzählen, daß es auch ein ספד בלעזר חקדבלבי gegeben hätte, weil I. Sam. 24, 14 משל הקדכלני — ein altes Sprichwort angeführt wird. Die inneren Bestandtheile des Pentateuchs bescheidet er sich, auf eine Grundschrift, das Ewald'sche Buch der Ursprünge und einen Ergänzer zu reduziren. Ist das aber gegen Knobel, der viel mehr Erzähler annimmt, ein verbessernder Fortschritt? Oder hat die Litteraturgesch. dabei gewonnen, wenn auf der Bertheauschen Hypothese einer ursprünglich dekadischen Anlage der Gesetzgebung weiter fortgebaut und willkürlich die Gesetze der älteren und jene der jüngeren Geschichtsquelle zugeschrieben werden, (wobei auch nur Ewald Vorgänger ist), wenn nicht z. B. solche Doppeltexte, wie die wörtlich gleich ausmündenden Gesetzessammlungen Cap. 23, 12—19 u. Cap. 34, 17—26 aus eine gemeinschaftlich ältere Quelle zurückgeführt werden, oder wenn eine solche Reisetabelle wie Num. 33, 1 —49 schlicht und einfach in dieser Fassung als von Moses selbst herrührend angenommen wird, wie schon Ewald thut, ohne daß gar beachtet wird, daß alle eingeflochtenen, geschichtlichen Aufzeichnungen im Anfang abgebrochen und anderswo fortgesetzt sind. So kann doch wahrlich V. 14 nicht geschlossen haben, wenn nicht der Bericht Exod. Cap. 17 sich daran reihte, oder V.' 40, wenn nicht Num. Cap. 21 den Sinn vollendete. Ist man aber erst zu dieser Einsichr gekommen, daß manche abgebrochene Stücke anderswo wieder ausgenommen werden — manchmal freilich auch nicht z. B. Exod. 6, 14—27 — und auf einen ursprünglichen Zusammenhang schließen lassen, so wird n an die Versuche aufgeben, eine durchgängige Scheidung zwischen der elohistischen Grundschrift und dem jahwistischen Erzähler vorzunehmen. Dagegen hätte ich ganz andere Behauptungen aufzustellen, die jedoch im Briese blos flüchtig hingeworfene Gedanken bleiben und einer besonderen Darlegung bedürfen. Mas von dem ״Buche der Kriege Gottes", das man in Num. 21/ 14 erwähnt zu finden glaubt, zu halten ist, habe ich bereits in der Zeitschrift der DMG. Bd. XIV. S. 316 f. und Bd. XVI. S. 287 s. nachgewiesen. Fast alle alten Uebersetzer lesen nicht: פספר כללחבלת, wonach das erstere Wort von dem andern Worte durch den 8t. eon8tr. abhängig wäre, vielmehr lesen sie "wLtz, wo sie trennen und die Worte n מלחמת dann zum Inhalte dessen, was im Buche verzeichnet ist. Also: Deßhalb