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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 3 (1868) · p. Seite 230

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
3 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 230 (sequence 70)
Language
German
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230 Aus Briefen. Von Hrn. Prof. Stern, Göttingen, *13. März. . . . Die Erklärungen, die man bis jetzt vom ידח תאיתכים gegeben hat, bedürfen kaum einer Widerlegung. Da jetzt der Name auf der Inschrift des Sarkophags von Eschmunezer nachgewiesen ist, so kann es keinen Zweifel leiden, daß diese Monatsnamen, welche nur bei dem von phönicischen Werkleuten geleiteten Tempelbau Vorkommen, bei den Phöniciern im Gebrauch waren. Nun wissen wir durch die Griechen, daß die Hauptgötter der Phönicier xctßeigoij כבילים, genannt wurden; insofern כביל mit איתן Synonyme sind, will es mir daher scheinen, daß ״ ילת תאיתכיםMonat der Kabiren" ist. Daß in diesem Monate große Feste — und nicht etwa blos bei den Israeliten — gefeiert wurden, zeigt der Umstand, daß er im Kalender von Heliopolis (Balbek) «?- genannt wird, dem תג entsprechend (s. üb. d. Monatsnamen S. 21 u. 177). Ich glaube, daß 'auch im Buche der Könige das בתג nicht ״am Feste", sondern im Monate תג bedeutet, sonst müßte dieses Wort nach und nicht vor תוא תחדש תשביעי stehen. Ob nicht auch in dem *איתן תאזלחי ein Kabire steckt? Von Hrn. S. M., Bukarest 8. März. ... In der Bibel wird mehrmals betont , daß die Priester besitz- und Vermögenlos waren, sie erhielten keinen Antheil am Lande, sondern nur Zehnten, Opfergaben und Armenbeiträge; so sagt Moses Deuter. 18, 1: ״Nicht werde den Priestern den Leviten, dem ganzen Stamme Levi Antheil und Besitz mit Israel, die Feueropfer des Ewigen sollen sie genießen". Und doch stellt sich bei genauer Betrachtung heraus, daß die Leviten besser gestellt waren als das übrige Israel. Denn abgerechnet die Opfergaben, מתכות כתונת, die doch beträchtlich waren, betrugen die Hebe und Zehnten, תרומת ומעשלות, erstere nach dem mittleren Stand gerechnet, wonach der fünfzigste Theil entrichtet wurde, zwei Procent, letztere zehn, zusammen 12°/0 des Ertrags von einem jeden Stamme, und rechnet man, daß zwölf Stämme dem einen Levi steuerten, so stand dieser einem jeden der andern mit 1440/0 des Einkommens gegenüber. Erwägt man ferner, daß die Gesammtzahl der Leviten selbst vom Alter eines Monats an gerechnet zu der der Israeliten über- Haupt, deren Zählung erst vom zwanzigsten Jahre an beginnt, sich wie 1 zu 27 verhält, so ist es noch unerklärlicher, wie Moses den

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