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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 3 (1868) · p. Seite 211

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
3 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 211 (sequence 51)
Language
German
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Kohn: Samaritanische Studien. 211 als ״Steigen, Emporragen". Wie man sich dabei den Zusammen- Hang dachte, mögen freilich die Götter wissen, aber den ärgsten Unsinn der Uebersetzung hätten wir hier doch noch nicht. Zu מוי Vergeltung ist zunächst nicht *ip*. zu vergleichen (S. 100), sondern das Wort ״ גזיvergelten" ist überhaupt palästinisch und kommt sowohl in der jüdischen wie in der christlichen Literatur vor. Gegen vermeintlich äthiopische und andre ganz fremdartige Wörter im Samaritanischen muß man natürlich noch ganz besonders mißtrauisch sein. Auf G. Wahls Autorität würde ich wenigstens in solchen Dingen nicht bauen. Das angeblich äthiopische תלקהיתיא זעתכיכם Gen. 1, 21 dürfte sich als griechisch erweisen; sollte es vielleicht eine freilich sonst nicht bekannte׳ Form 6-«1«t1-v-or---ro§ sein? Ganz unzulässig ist die Art, wie der Vers, mit Versetzungen und beliebigen Buchstabenvertauschungen umgeht. Wo z. B. לפלוס — Gen. 2, 10 לדוטוקות zunächst in לכלום emendirt und dieses dann von נזל — כסל abgeleitet wird (S. 22), fehlt natürlich jede Sicherheit, und doch sind ähnliche Fälle hier nicht selten. Freilich weiß ich hier oft keine Erklärung zu finden, aber gar keine Erklärung bei den wahrscheinlich verderbten Formen ist doch besser als so eine. So soll זעת לעועג Gen. 3, 19 durch allerlei Operationen mit דועתא identisch werden (S. 102); ich denke, hier wird לערת zu lesen und ,,Ermüdung" zu übersetzen sein. Mit der Annahme vom Wechsel der Consonanten ist er viel zu leicht bei der Hand. Nicht einmal das gebe ich zu, daß, abgesehen von ganz besonderen Verhältnissen Und natürlich von Schreibfehlern, כ und ג ohne Weiteres wechseln können. גכפא (wie für גכפר zu lesen) :ככן Gen. 1, 21 ist gemeinaramäisch (je nachdem, mit oder ohne Assimilirung גפא oder גכפא), nicht speciell samaritanisch. Gegen die Ansicht von den vor- und nachgesetzten Buchstaben wenigstens in der Weise, wie sie bei Hrn. Kohn erscheint, habe ich mich schon ausgesprochen. Daß z. B.!״ רבקיהBursche" Gen. 14, 24 u. s. w. nichts mit תבי zu thun hat, zeigt das jüdische רווק mit ר. Der Zusatz des ל m ״ פסקולBündniß" dürste ganz anders zu erklären sein: es ist wohl eine Zusammenschiebung von פסק קול. Im Christlich-Palästinischen wird daraus wieder ein Verb. פסקל abgeleitet. Die vorn hinzutretenden ת und ל sind ganz zu verwerfen; sie werden aber größtentheils auch nur auf falschen Lesarten beruhen. Ueberhaupt darf man nicht meinen, daß das Samaritanische gesetzlos sei. Ich erlaube mir, jetzt noch ein paar zerstreute Bemerkungen 14*

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