Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 6 (1868)
- Issue
- 3 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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210 Recensionen. ^212לג im Altshrischen (Vita Ephraemi IL mit Beziehung auf Gen. 1, 2 מרחפת); beide Auffassungen konnte er aus dem Zusammenhange errathen. Und so. muß man auch mit der Heranziehung arabischer Wörter zur Erklärung samaritanischer äußerst vorsichtig sein. Gerade hierbei sind von den früheren Lexicographen so zahlreiche Irrthümer begangen. Ist es schon beim Hebräischen gerathen, zunächst das AramäischE und dann erst das Arabische zur Aufhellung dunkler Wörter zu befragen, so gilt das noch in weit höherem Grade beim Aramäischen selbst, dessen Wortvorrath uns in soviel reicherer Fülle vorliegt. Wörter, die der samaritanische Dialect mit keinem sonstigen aramäischen, wohl aber mit der arabischen Sprache gemein hätte, kann es naturgemäß höchstens ganz einzelne geben. Der einzige nur bekannte Fall, der ziemlich sicher ist, ist מכוחה — מקר Gen. 8, 9, welches man allerdings mit dem Vers. (S. 106) Wohl Ja* nehmen muß und wodurch וינחהו ואקרה Gen. 2,15 gegen eine nahe liegende Veränderung geschützt ist. Dagegen ist z.B. die Annahme (S. 57), daß bei הכלה לשרי und האשד שש כן ישרי und הן ישיש Deut. 28, 63 an zu denken sei, sicher falsche); der Uebersetzer nahm hier das ihm unbekannte שש nach Analogie andrer Stellen (in denen שהן steht) als ״wohnen" (שרא). Wenn סולקה ,סולק Gen. 13, 7, 8 für ריב und מריבה steht, so ist dabei nicht an wäJL*.• ״schelten" zu denken (S. 103), denn das ist eine ganz abgeleitete Bedeutung (ursprünglich ״kochen, abbrühen" - «j!ל^&); wahrscheinlich dachte man bei מריבה ,ריב an eine Ableitung רבה ,רב und nahm es נ) Bedenklich wäre übrigens auch dann die von ihm angenommene Ausspräche mit ש, da aramäischem und hebräischem ש gerade lA, dagegen u*׳ dem ס und ש entspricht. (An der anderen Stelle30, 9, wo לשוש und שש vorkommt, werden die Worte vom Samar. wiedergegeben mit לכלתרחי und אתרחי, was den Sinn (Wohlgefallen haben) mit dem angemessenen aramäischen Worte ausdrückt. Wenn der Samarit. hier abweicht, so geschieht Lies sicher mit Absicht, weil er gerade so wie die Thalmudisten und das jerusakemische Lhargum daran Anstoß nimmt, daß Gott über das Verderben Jsrael's,und sei es auch sündig, sich freuen solle. Die Gemara (Sauhedrin 39d) u. das jer. Tharg. urgiren daher die Hifilform in ישיש und suchen darin die transitive Bedeutung. In jener heißt es: הוא אינו שש אבל אחריב ״ .כלשישEr (Gott) freut sich allerdings nicht daran, aber er macht Andern Freude damit", nämlich den Feinden, fremden Völkern, wie das jer. Tharg. hat: ייחך־י מימרא דה' עליהון ענלמין נוהלאי־ך. Der sam. Uebers. be-- fertigt nun das ״sich sreuen" ganz und setzt dafür: beginnen. G.s