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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 3 (1868) · p. Seite 208

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
3 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 208 (sequence 48)
Language
German
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208 Recenstonen. gänzlichen Wegfall der Gutturalen diesen Fremden zuschieben, obwohl sich ähnliches in den verschiedensten jüngern aramäischen Dialecten zeigt. Ich bemerke übrigens, daß die jetzige Textgestalt der Uebersetzung keine Gewähr dafür giebt, daß die Behandlung der Gutturalen zur Zeit der lebenden Sprache schon so regellos gewesen wie sie jetzt erscheint; mir ist vielmehr aus mehreren Gründen das Gegentheil wahrscheinlich. Ebenso schreibt Hr. Kohn den Fremden die vielen Buchstabenversetzungen zu, welche sich schließlich stark reducieren werden, sowie die Vor- und Nachsetzung von allerlei Konsonanten namentlich ר und 1ל) deren Annahme größtentheils gänzlich hinfällig ist. Uebrigens weist er selbst Wortgestalten, welche er unter die Kategorie des ״kuthäischen" Einflusses bei den Samaritanern bringt, auch aus der jüdischen Literatur nach und zerstört somit seine eigne Hypothese. Nach meiner Ueberzeugung sprachen noch länge nach der Zerstörung des ephräimitischen Reichs die Einwohner von ganz Palästina hebräisch und ist das Aramäische auch in Samarien erst später eingedrungen. Bei der großen Verderbtheit des Textes muß man sich immer die Regel Vorhalten: kein ausfallendes «7r«§ leyopevov, dessen Gestalt nicht etwa durch sonstige Gründe gesichert ist, darf zu sprachlichen Operationen benutzt werden, da die Richtigkeit der Form immer und die Bedeutung sehr oft zweifelhaft ist. Ich will das Gesagte durch einige Einzelheiten erläutern. Lateinische Fremdwörter, welche zu finden Herr Kohn sich fast scheut, haben wir neben dem von ihm selbst angeführten קופית caput (S. 105) noch in פגר — קלפוצה Gen. 15, 11 d. i. corpus (oder ist es das persische iAJU?) und in בלסוזולל — בלדלס Ex. 9,17, dessen Ableitung von ä oIn8 um so sicherer steht, als wie der Vers, zeigt (S. 101) דלוס selbst in jüdischen Schriften vorkommt (natürlich ist auch das arab. davon abgeleitet). Das in verschiedenen aramäischen Dialecten und auch im Arabischen verbreitete קפל ״verschließen" (S. 104 — קבל dafür ist gewiß verschrieben) kommt zuletzt von )j£ä&o pl. o Martyrol. II, 297 ,Jette" d. i. c op ula 2). *) ״Daß ל und ר in den alphabetischen Gedichten und Liturgiestücken der Samar. geradezu mit einander wechseln" wie es hier S. 96 heißt, möchte ich doch erst durch Belege nachgewiesen sehen. G. 2) Auch in dem Talm. kommt es vor, stehe Buxt. Das samar. v.Ttiey.!הדלת פליקד Gen. 19, 6 weiß ich nicht sicher zu erklären, nur kommt es sicher nicht von derselben Wurzel wie der Verf. annimmt.

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