Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 6 (1868)
- Issue
- 3 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2420973-2420992-2420995--1820-2422907- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
206 Recensionen. Bedeutung ״heranwachsen" kam. *) Und sein וחזדכי —) ועזדני) für שבתי Gen. 28, 21 beweist nicht, daß er והשיבכי las, sondern' daß er keine Ahnung von grammatischem Bewußtsein hatte. Noch weniger weist die Uebersetzung von ביף> Deut. 25, 18 durch כפן auf eine Lesart דעב hin (S. 70 Anm.), da die Auffassung ״hungrig" durch den Zusammenhang ziemlich' an die Hand gegeben ward?) Und ähnlich in andern Fällen. Hr. Kohn hat durch die Aufdeckung des wirmchen Sinnes und' der wirklichen Lesarten den samaritanischen Wortschatz sehr wesentlich gereinigt und gesichert. Eine Menge falscher Wörter und Bedeutungen, deren Annahme bei Morinus und Castellus kein Verständiger scharf beurtheilen wird, während die Wiederholung sehr vieler noch bei Uhlemann (dessen Buch der Verf. viel zu milde beurtheilt) allerdings entschiednen Tadel verdient, ist durch dies kleine Buch beseitigt. Wer Samaritanifch treibt, wird dasselbe daher fleißig benutzen müssen; durch ein Register am Ende ist diese Benutzung sehr erleichtert. Aber freilich darf eine solche Benutzung auch nicht blind sein. Denn so sehr ich das Verdienst des Buches anerkenne, so habe ich doch gerade in rein linguistischer Hinsicht gegen viele Einzelheiten starke Einwände zu erheben. Hrn. Kohn liegen offenbar die vergleichenden Sprachstudien nicht sehr nah. Das Syrische scheint er nur aus dem Lexicon zu kennen, und selbst die jüdischen Producte, welche sprachlich der samaritanischen Uebersetzung am nächsten stehen (wie die Rabboth u. s. w. in ihren aramäischen Bestandtheilen) sind nicht so ausgenutzt, wie man es bei einem gelehrten Rabbiner hätte erwarten können. Daß er dem dem Samaritanischen ganz besonders nahstehenden Dialect, dem christlich-palästinischen (über den, wenn diese Worte gedruckt 1j Vgl. diese Ztschr. Bd. I, S. 43. G. 2) Diese Bed. ist nicht blos vom Samaritaner selbst auch sonst festgehalten, sondern auch von andern alten Uebersetzern angenommen. Wenn wir bei dem Sam. Gen, 25, 29. 30 עקיץ für עיף lesen, so hängt dasselbe wohl mit arab avarus ac malae indolis fuit, <j^aäc: avarus et pravus, \ entriculus, omasuni zusammen, also wohl: sehr hungrig, vom Hunger erschöpft. Aber wie hier Theodotion gleichfalls 7ts1vc5v setzt, so gebrauchen dieses Wort dafür die 70 Jes. 5, 27. 40, 28, und selbst Thanchuma (daraus bei Ialkut und Raschi) erklärt die Stelle in Deut.: י׳ניף, erschöpft vor Durst, was Raschi mit Verweisung auf Exod. 17, 3 begründet. G.