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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 3 (1868) · p. Seite 180

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
3 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 180 (sequence 20)
Language
German
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180 III. Zu L. Geiger's: Ursprung-der Sprache. späten biblichen Büchern für ״die übrigen, die andern" gebraucht . wird; das ist jedoch eben nur die Fortbildung in der Anwendung des Wortes, wie sie in unserm ״die übrigen" sich aufzeigt, daß nämlich in ihm der Begriff des Uebrigbleibenden in den Hintergrund tritt und weiter Nichts daran bleibt als ״die andern", und diese hat sich im Hebräischen erst allmälig gestaltet. Allein unrichtig ist, daß man den Begriff ״die andern" überhaupt nicht ausgedrückt habe, vielmehr wird derselbe immer durch אהרים, acherim Wiedergegeben, und der Ausdruck elohim acherim, andere, fremde Götter ist ein stehender, natürlich weil hier der Gegensatz gegen den selbstanerkannten entschieden hervorgehoben werden soll. 'Aber auch das 'am acher, ein anderes, fremdes Volk (im Sing.) ist dem Althebräischen nicht fremd (vgl. 5. Mos. 28, 13. Ps. 105, 13). Wenn nun im Plural 'ammim oder gojim acherim nicht vorkommt, so kann Dies nicht darauf beruhen, weil in dem Ausdrucke ״Israel und die Völker" der Gegensatz schon genügend ausgesprochen ist; denn in der Thal kommt diese Phrase nirgends in der Bibel vor. Vielmehr wird unter ״die Völker" schlechtweg die Menschheit mit Ausschluß Israels deßhalb verstanden, weil diese damit als die Masse bezeichnet wird, der gegenüber Israel ein fast verschwindendes einzelnes ist, also ״die Völker" von selbst die Gesammtheit bezeichnet, wovon blos das ausgeschlossen ist, das sich selbst ausschließt. An und für sich liegt aber in gojim und 'ammim sowenig ein Israel entgegenstehender Begriff, daß der Ausdruck auch zuweilen gerade von Israel ausschließlich gebraucht wird, wo ihm nämlich die weite Ausbreitung verheißen wird, so daß nicht bloß Abraham der Vater der Menge der gojim gedeutet wird (1. Mos. 17, 4. 5) — worunter noch seine anderen Nachkommen mit einbegriffen sein könnten —, sondern auch dem Jakob verheißen wird, er werde eine Versammlung von 'ammim (1. Mos. 28, 3. 48, 4) oder gojim (das. 35, 11) sein, ja sogar von Efraim gesagt wird, sein Same werde sein Fülle der gojim (das. 48, 19). Bekanntlich heißen 'ammim auch häufig ״die Stämme Israels" und ist schon an andern Orten näher besprochen, daß es auch für die Angehörigen, Verwandten gesetzt wird. Im Althebräischen bildet also gojim durchaus keinen Gegensatz gegen Israel und nimmt ihn nur insofern an als es die Masse der Völker gegenüber dem vereinzelten bedeutet. Gehn wir nunmehr weiter! Der Vers, fährt fort: ״In, der

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