Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 4 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
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314 Aus Briefen. Tyehsen cap. 3, Pl. צ.ג־.ן Martyr. II 356. — Zu S. 165. Es wird noch viel dazu gehören, bis man das;כאד, schön, aus dem Lexikon herausbringt. Buxtorf hat aber schon das Richtige. — Zu S. 191. Ich bin freilich noch nicht recht im Klaren mit דרה — ראח; doch x\t mir selbst schon der Gedanke gekommen, ob nicht am Ende der באר לחי ראי von דרה seinen Namen hat. v sagt man auch von Brunnen. Daß die Erzählung den Namen vom Sehen ableitet, wäre nicht hinderlich. Aber freilich das לחי bleibt immer schwer. Die Verbindung mit ל ist höchst ungewöhnlich, und doch giebt Michaelis' Vorschlag לחי zu lesen, auch keinen passenden Sinn. — Gottlob, daß Sie die Essäer (S. 204) auf ihre überaus bescheidenen Gränzen verweisen. Was hat man doch aus diesen Mönchen Alles gemacht! Bloß weil wir eigentlich nichts Näheres von ihnen wissen, hat man ihnen Alles zugetraut. Auch in dieser Sache wie in so vielen andern hat Derenburg wieder vortrefflich geurtheilt. Sein Buch ist ein ganz vortreffliches, das nicht einmal die Folie des Grätz'schen nöthig hat um hervorzuleuchten. Des Letzteren Sucht, aus dürren Notizen ein farbiges Bild zu bereiten, ohne daß der Leser recht merken darf, daß die Farben von Gr. selbst sind, dieses seltsame Umspringen mit der Ueberlieferung, das gewaltsame Verlangen, in jedem Rabbi und jedem jüd. Kaufmann einen Gott oder einen Engel zu sehen, der ganze Ton ist mir sehr zuwider. Wie ganz anders das Buch von D.! Sehr gespannt bin ich auf den geographischen Theil. In der Eleganz der Darstellung, der Besonnenheit des Urtheils und der Milde in der Polemik ist der ursprünglich deutsche Derenburg ganz ein Franzose der besten Klasse. Von Hrn. Dr. Ber liner, Berlin 7. Jan. Feith aus Tarnow bemerkt (oben S. 200) zu dem vielfach interpolirten und corrumpirten Raschi - Commentar zu Sebachim (vgl. Tham in der Vorrede zu Sefer Ha-Iaschar), was bereits Jesaia Pick z. St. notirt hat und ich in Frankel v Monatsschrift Jahrg. 1862 S. 314 berührt habe. — Was Zornber's Arbeit betrifft, so komme ich zu einem andern Resultate bei dem Com. zu Moed katan. Die Handschrift, welche Z. gesehen, ist von demselben nicht in dem Maße berücksichtigt worden, wie sie es verdient.