Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 4 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 313 (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus Briefen. 313 sein mag; so orakelhaft sind seine Reden und Aussprüche. So lange er sich nur in Jeschurun-Aufsätzen Luft machte, mochte es erträglich sein; aber wenn er mit seinem Qualm und Nebel die einfache Großartigkeit der Bibel zu umhüllen und unkenntlich zu machen unternimmt, so ist es recht, daß man es nicht ignorirt und, wie in dem Heftchen von Hrn. Kirchheim geschieht, den methodischen Unsinn zergliedert. Doch selbst dieser hochfliegende Scholastiker möchte weniger bedenklich sein (obgleich seine gelegentliche Bosheit kein besonderes Zeugnrß von der humanisirenden Kraft seines Systems ablegt) als die Thätigkeit solcher, die eine ״Geschichte der biblischen Literatur" aus Schlagwörtern Ewalds mit einer in der That naiven Oberflächlichkeit und Flüchtigkeit aufzubauen den Muth haben. Welche Kritik! welcher historische Sinn! Welcher Jubel darüber, die Ketten gelockert zu haben, deren Klirren man bei jedem Schritte hört, — weil sie eben nur gelockert sind. (Bezieht sich Wohl auf Fürst's neu erschienenes Buch, das mir jedoch noch nicht zu Gesicht gekommen. G.) Von Hrn. Prof. Nöldeke, Kiel, 8. Jan. In dem letzten (Doppel-) Hefte Ihrer Zeitschrift war wieder vielerlei Interessantes. Ich gebe Ihnen ein paar Bemerkungen dazu: Zu S. 103 f. Ich glaube, daß die Namen פטינלא und עיעגדז ינדיטגדז ,עעוייד*)) durch Muhammed's Tochter Fatima und seine Tochter 'Ajeschah zu erklären sind. Die alte früh gestorbene Chadig^a (die doch Wohl zu schreiben wäre; die Byzantiner geben den Namen mit XaSiycc) hat für die nichtislamische Welt keine Bedeutung, während Fatima, als Frau (nicht Mutter) Ali's allerdings auch für diese von Bedeutung war und die ränkevolle 'Ajeschah eine gewaltige Rolle spielte. — In der Besprechung von Levy's Wörterbuch hat es mich besonders gefreut, daß Sie dem alten Buxtorf die verdiente Ehre gegeben haben. Man mag sagen was man will, noch lange wird der alte Herr unentbehrlich bleiben. Das ist freilich kein Lob für die spätere Zeit, welche es nicht vermocht hat, die Leistung, deren Mängel so zu Tage liegen, zu übertreffen. Uebrigens ist gerade die von Levh bearbeitete Partie im Buxtorf ziemlich vollständig. — Zu S. 157. Zu ג1״ן^ gebe ich Ihnen noch |ל-ג״ן £.0ל», Steinbock 1^יי , Physiolog. Syr. ed.