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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 4 (1867) · p. Seite 306

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 306 (sequence 66)
Language
German
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306 Recensionen. besprochen, welche in dem 12. und 13. Jahrhundert in Polen mit slavischer Inschrift in hebräischen Buchstaben geprägt worden, auch auf die slavischen Namen hingewiesen, welche die Juden von alter Zeit her in jenen Gegenden tragen. Das Deutsche hat sich unter den dortigen Juden durch die große Zahl deutscher Einwanderer eingebürgert, welche mit größerer, freilich vorzugsweise tbalmudischer Bildung einen überwiegenden Einfluß erlangten und auch ihre Sprache zur herrschenden machten. Zwei Anhänge über die alten von Juden herrührenden griechischen Inschriften am Bosporus und über das chazarische Zizakion ivgl. diese Zeitschrift Bd. II S. 289 ff), und einzelne kleinere Notizen erhöhen den Werth des Werkes. Mit der politisch-nationalen Tendenz, in den dortigen Juden Urslaven und vorzugsweise Urrussen nachzuweisen, hat die Besprechung des wissenschaftlichen Inhaltes Nichts Zu rhun; möge der Wetteifer an Bildung die Völker insgesammt erfüllen, er ist dem Eifer weit vorzuziehen, welcher sich auf den Nachweis wirft von dem höheren Alter, der größeren Ausdehnung, der begründeten Machtberechtigung dieser oder jener Nationalität! Wir Deutsche wollen gern von jedem Volke lernen, wir werden es aber auch nicht an der Sorge darum fehlen lassen, daß andere Völker immer wieder von uns lernen müssen; geht hin und thut deßgleichen! 27. Nov. Heidenheim's Vierteljahresschrift für deutsch- und englischtheologische Forschung und Kritik ist nun in drei weiteren Heften (Zürich 1866 — 7, von S. 129—508) erschienen, womit der dritte Band geschlossen ist. Zur Ergänzung früherer Mittheilungen diene, daß hier wieder ״samaritanische Passahlieder" veröffentlicht werden (S. 357 ff. 475 ff) wie noch anderes Eamaritanische (S. 486 ff). Der Bericht darüber, was gleichbedeutend ist mit deren Berichtigung, wird an einem andern Orte erfolgen. Es wäre überflüssig, über den weiteren Inhalt zu berichten. Als Curiosum mag genügen, daß Hr. H. uns S. 465 folgende Neuigkeit mittheilt: ״Die Variante des samaritanischen Pentateuchs in Gen. 3, 1, die auch im Johannesevangelium aufbewahrt ist, ftnden wir auch bei Shmmachus wieder, der nicht wie der 16x1118 Masorethicus und die Sept. sondern והכחש TtavovQyoregog gelesen. Für die Dogmatik mag es Wohl wichtig gewesen sein, die samaritanische Lesart zu adoptiren." Wie

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