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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 4 (1867) · p. Seite 305

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 305 (sequence 65)
Language
German
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IRI
…/2420973-2420997-2421000--1594-2422844
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Lolli: Dizionario; Heidenheim: Vierteljahresschrift. 305 Während Levy das Thargum als seine Aufgabe betrachtet und das Thalmudische nur als Beigabe anschließt, geht Hr. Lolli, Schüler und Nachfolger Luzzatto's, vorzugsweise auf den Nachwuchs aus dem Hebräischen in dem thalmudischen Schriftthum ein. Er thur dies mit Gründlichkeit und selbstständigem Studium, nur vermißt man schmerzlich eine jede Vergleichung mit den Dialekten. Es liegt vorläufig noch ein zu kleiner Theil vor, als daß man ein begründetes Urtheil fällen dürfte, und muß dasselbe bis zu weiterer Fortführung verspart werden. Es sei verstattet, der allgemeinen Anerkennung über die sorgsame Bearbeitung einige Ausstellungen anzufügen. Sogleich am Anfänge unter dem Buchstaben Ales und ebenso unter dem Schlagworte (S. 18) tritt uns die Form א מניח entgegen, in welcher das Ales als prosthetisch betrachtet wird; allein es ist אכעיח zu lesen und, wie schon mehrfach bemerkt worden (vgl. oben S. 171), als Nomen actionis von Hifil zu fassen nach der Bedeutung: das Feld abweiden, durch vollständiges Auslesen ganz räumend) Seltsam ist auch, daß אחריות punctirt wird (S. 70), da es doch der Vfr. selbst als das von אחדי abgeleitete Abstractum (Verantwortlichkeit, Ersatzpflichtigkeit) betrachtet, es daher auch אחריות lauten muß. Auffallend ist ferner, daß der Vfr. durchgehends (unter אחר ,אחח ,אוח ,אחב) die Nithpaelform verkennt und überall von Hithpael spricht, während doch an allen Orten nur die späte Passivform des Pael vorkommt. Dennoch dürfen wir vertrauen, daß durch diese selbstständige umfassende Arbeit, wenn sie zu Ende geführt wird, das sprachliche Verständniß gefördert werden wird. 12. Nov. חיחודים ושפת חסלאווים. Die Juden und die slawischen Sprachen. Von Albert Harkavy. Wilna 1867. VIII u. 136 S. kl. 8. Wir begrüßen diese kleine Schrift, welche ursprünglich russisch erschienen, in ihrer hebräischen Ueberarbeitung mit Vergnügen; sie stellt die älteren Berührungspunkte der Juden mit den Slaven mit Sachkenntniß und Fleiß zusammen. Es werden die slavischen Worte gesammelt aus alten jüdischen Schriften und erklärt, die Münzen 1) Auffallend ist die LA. im Ierusch.: אובעיות, die nach Nabinowicz in דקדוקי סופדים so auch bei Ascher sich findet, während das Münchener Mspt. gar חובעיות hat! Brerteljahröschrift V. 4. 20

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