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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 4 (1867) · p. Seite 286

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 286 (sequence 46)
Language
German
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286 IV. Immanuel, Freund Dante's. unser Text keine Correctur erfuhr. Dennoch haben Thalmud und Midraschim die eigentliche Bedeutung nicht verkannt, woher dann die Legenden über den Leviathan in Baba bathra 75 a, von dem Gott in der zukünftigen Welt den Frommen eine ergötzliche Mahlzeit bereiten werde, was Wajikra rabba e. 13 nicht blos von diesem, sondern auch von Behemoth gesagt wird, Wohl in Erinnerung an die ursprüngliche Lesart im Hiob. — Merkwürdig ist nun, daß die 70 auch 41, 24 (33) ganz ebenso wie 40, 19 übersetzen, als hätten sie auch da חעשוי לשחק בו gelesen für מעור לבלי חת, das seltsam genug klingt; die Conjectur Hrn. K.'s: דעשחו לקולר יחת ״wird sein Schöpfer vor seiner Stimme zittern?" ist bei dem Mangel jeber äußern Stütze gewagt, wie auch diese Lesart keine Veranlassung zu einer Aenderung geboten hätte. Dasselbe gilt von der vorgeschlagenen Emendation in V. 1. lV. Der Dichter Immanuel, der Freund Dante's. ״Ein Mann der ernsten Wissenschaft, welcher seine Muße mit besonderer Vorliebe dichterischen Arbeiten zu widmen Pflegt, ist bei seinen Nachforschungen in der italienischen Literatur aus den oben angeführten Poeten gestoßen und hat sich, überrascht von dessen Originalität und Anmuth sowie von der nicht zu verkennenden Aehnlichkeit mit Heinrich Heine, es zur Ausgabe gemacht, denselben mit seinen Schöpfungen der Jetztzeit wieder in Erinnerung zu bringen. Zunächst war es der Literarische Verein in Dresden, dem er das Leben und die Werke jenes genialen Geistes vor die Seele führte, und da wir die feste Ueberzeugung in uns tragen, daß beide auch in weiteren Kreisen Aufmerksamkeit und Antheilnahme erwarten dürfen, so verfehlen wir nicht, jenen Vortrag an dieser Stelle, soweit es uns zweckdienlich und passend scheint, der größern Oeffentlichkeit anheimzugeben." Mit diesen etwas mysteriös klingenden Worten leitet Herr Feodor Wehl einen Aufsatz im ״deutschen Museum" Nr. 43 (24. Oktober) ein, der überschrieben ist: ״Manoello ben Salamo (l. Salomo), der Heinrich Heine Italiens im 14. Jahrhundert". Wer ״der Mann der ernsten Wissenschaft" ist, durch welche Ver-- anlassung er ״auf den Poeten gestoßen" ist, welche Quellen er für

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