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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 4 (1867) · p. Seite 269

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 269 (sequence 29)
Language
German
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über Judenthum und Christenthum. 269 lesen, und sie schließt ihren Bericht mit den Worten: שאעפ שהוא בלתלבלידי בש לא היה נוהג אלא כדברי בה, wo gar nicht anders erklärt werden kann, als daß Jochanan hier gemeint ist. Ein Schammaite Zadok existirt also gar nicht; Elieser ben Zadok und dessen Vater waren Hausgenossen Gamaliels II und seiner Familie, wie aus Thoßeftha Jamtob 6. 2, ausgenommen babli 22 b, und Baraitha Schabbath 19 a hervorgeht, sie waren also Hilleliten. — Hr. Dr. Grätz mag sich bei seinem Mißverständnisse freilich damit trösten, daß, wie es scheint, seltsamer Weise auch die Thoßefoth zu Jebamoth sich diese Flüchtigkeit zu Schulden kommen lassen; allein diese erbauten jedenfalls darauf keine Geschichte, und noch dazu hat bereits Frankel in Darkhe ha-Mischnah S. 71 Anm. 6 das Richtigere angedeutet. Bei dem sorgsamen Fleiße, mit welchem Hr. D. alle Spuren auch von den Kannaim in den rabbinischen Quellen verfolgt, ist es auffallend, daß bei ben Dinai, der S. 279 f behandelt wird, die Mischnahstelle Khelim 5, 10 übergangen wird, wo von einem eigenthümlich confiruirten Ofen desselben תלורו של בן דילאי, die Rede ist; diese Benennung schließt eine geschichtliche Erinnerung ein, der nachzugehen Wohl sich gelohnt hätte. 4) Selbst von den Bezeichnungen, unter welchen diese Andeutungen gefunden werden sollen, sind einige sehr zweifelhafter Art. So gehören sicher nicht hierher die קיי הדיבה:; es sind dies nicht etwa ״ceux qui ont des pensees pures/ sondern vornehme Jerusalemer — es steht immer בירושלם dabei! — mit feinen Sitten im Leben wie in der Amtsvollziehung, also keineswegs vom Leben zurückgezogene Essäer, sondern Männer, welche den besseren Familien, dem höhern Gesellschaftskreise angehörten. Der Ausdruck נקיי הדעת bildet einen Gegensatz zu dem sonst vorkommenden שדעתו יפה, ein Mensch, der nicht wählerisch, nicht ekel, robust ist (vgl. Mischnah Menachoth 11, 4 — wofür jer. Peah 8, 4 שדעתך בלעולקלה, während jerus. Erubin 3, 1 der Satz der Mischnah beibehalten wird —; M. Abodah sarah 2, 4. Dasselbe bedeutet לפש יפה M. Chullin 4, 7; Thoß. Therumoth c. 9, angeführt jerus. das. e. 10 Ende und bab. Chullin 64 b. Entsprechend ist der Ausdruck von einem Menschen שידיו יפות, der kräftige Hände zum Essen hat, wacker zugreift, Thoß. Peßachim 6. 7, angef. jerus. 8, 4, babli 89 b, daher auch ein Thier שפיה יפה (und umgekehrt שפיה רע), das keinen wählerischen Mund hat, Baraitha Schabb. jerus. 20, 4,

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