Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 2 (1868) · p. Seite 154

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
2 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 154 (sequence 74)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2420973-2420992-2420994--1767-2422771
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

154 v Recensionen. unter ע*רןנ I bemerkt wird, ebenso über das mischnaitische!דן^ derschlingen, zu ergänzen. Was Vrf. in den Zusätzen (S. 594 f.) über נדרם und כסס angiebt, hätte er besser zurückgelassen; falsche Behauptungen gewaltsam vertheidigen, frommt der Wissenschaft nicht. Auch zu dem zweiten Bande liefert Herr Prof. Fleischer beachtenswerthe Nachträge. In einem Falle müssen wir allerdings den Vrf. gegen seinen Berichtiger in Schutz nehmen. Sicher hat L. Recht, wenn er nps Spr. 26, 12 (wie die Breslauer Handp 7 schrift liest) analog dem Syrischen nimmt: besser, geziemender, und die Berichtigung S. 573 b ist sprachlich wie sachlich unstatthaft. Die Berichtigung S. 578 b,zu S. 484 beseitigt L. selbst auf S. 595 richtig. Manches Andere ist von mir bereits besprochen, so über (S. 571b Ende) in dieser Ztschr. Bd. Y S. 157; bei 1 עדיין Mos. 6, 6 hat sich Fl. (S. 5723.) gleichfalls von dem 'Ain verleiten lassen, vgl. diese Ztschr. das. S. 159, daselbst ist auch über ציבדזד: (S. 574 f.) genügend gesprochen. Ein genaues Ejngehen verdient noch קיטני, das nur ein Mal im jerus. Tharg. 4 Mos. 15, 19 vorkommt und dort nur der Mischnah - Stelle Challah 1, 4 entlehnt ist, wo das Wort קטנית oder קטניות ein sehr gewöhnliches ist. Es ist daraus schon ersichtlich, daß das Wort nicht aramäischen, sondern hebr. Ursprungs, daher nicht mit Fl. (S. 575) von ק:טא dem hebr.קן^ן, Sommerfrucht, abzuleiten ist. Das Jod dürfte auch dann in der Mischnah schwerlich ausgefallen sein (während es im jerus. Tharg. blos water 166110318 ist), und bei dem durch die Nabatäer vermittelten Uebergange in das Arabische würde das Wort nicht sondern nothwendig lauten. Allein das Wort kommt einfach von קטן und bedeutet: kleine Frucht, wie die Hülsenfrüchte, gegenüber deonniim, den Getreidearten, und dem ידק, den Gemüsen, deren Kraut genießbar ist, genannt werden (bei dem Samaritaner קטנידתא für כסבלת 2. Mos. 9, 32). Ganz dasselbe ist shr. Io», das in der Hexapla Daniel 1, 12. 16 für oötiqiov steht und sonst noch ßbMol. 6. 12 p. 8, ßeliquiae 45, 2. Geoponica 3, 4. 6, 1 und öfter vorkommt. Auch bei den Nabatäern begegnet man den^l.L-^1! (Chwolson, altbabhlonische Literatur S. 24 Anm. 33), und auch die Lateiner sagen minutae fruges für Hülsenfrüchte (Cicero Oratio in Yerrem 3, 7). 17. April.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.