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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 2 (1868) · p. Seite 143

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
2 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 143 (sequence 63)
Language
German
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m Feststellung der jüdischen Kalenderberechnung. 143 ein Ausweg zu finden sei; denn wollte man den ersten Neujahrs- Lag, wenn er auf den Sabbath traf, auf den Sonntag verlegen, so fiel dann der ״Weidentag" mit dem Sabbath zusammen, was ja (vgl. weiter unten) erst recht vermieden werden mußte 1 2). Dieselbe Bewandtniß hatte es mit dem ersten Tage des Hüttenfestes, der dem des Neujahrs entspricht; traf er auf den Sabbath, so sollte allerdings die Manipulation mit dem Lubab unterbleiben; dieselbe fand ja aber auch an den andern Tagen dieses Festes Statt, und so tritt, wenn auch ähnlich wie beim Neujahr, der erste Tag dem wichtigste ist, dennoch ein gewisser Ersatz ein. Anders aber verhielt es sich mit dem siebenten Tage des Hüttenfestes. An ihm ist es alter Brauch, mit besonderer Feier sich der Weide zu bedienen, und man hatte früher auf diese Feier, als Demonstration gegenüber dem Boethusinn, einen um so entschiedeneren Nachdruck gelegt, so daß man sie auch am Sabbathe in geräuschvollster Weise vollzog. Später aber ward der Parteieifer kühler, umsomehr als die Spuren des Sadducäismus fast ganz verwischt waren, die ängstliche Bedenklichkeit aber größer, und so trug man Scheu, die Feier am Sabbath zu vollziehen, indem man fürchtete damit eine Entweihung des Sabbaths zu begehen. Wenn man aber die Weidenfeier an dem dazu bestimmten Tage unterließ, so konnte sie nicht ersetzt werden, da sie bloß einen Tag umfaßte. Man schwankte eine Zeit lang, was man zu thun habe; Anfangs unterließ man die Feier, wenn sie auf einen Sabbath traf, endlich aber entschloß man sich, auch diesen Tag zu verrücken, der Weidentag durfte nicht mehr auf den Sabbath treffen 2), mithin Versöhnungstag nicht auf Dienstag, 1) Ierus. Sukkah 4, 1: ר' סיבלון מפקד לאיליך דמחטובין, יהבון דעתיכון־ דלא תעבדוך לא תקיעתה בטובתא ולא ערבתא בטובתא, ואי־ן אדחקתרך, עבדרן תקיעתא ולא תעבדרן ערבתא. Simon trug den Kaleuderberechnern auf: merket darauf, daß ihr weder den (ersten) Blasrag noch den Weideutag auf einen Sabbath treffen lasset; seid ihr jedoch gedrängt (könnt ihr nicht Beides zugleich vermeiden), fo mag es geschehen, daß wohl der Blastag, aber nimmermehr der Weidentag mit dem Sabbathe zusammenfalle. 2) Daß man eine Zeit lang den Weidentag am Sabbathe bestehen Ließ, aber die Weidenfeier unterließ, wird ausdrücklich in der Hauptstelle (Sukkah 43 d) gesagt: ״ כי אתא רבין ובל נחותי אמרי איקלע ולא דחיals Abin und andere Auswanderer von Palästina nach Babylonien kamen, berichteten sie, der Weidentag sei auf den Sabbath gefallen, habe aber dessen Satzungen nicht verdrängt", d. h. man habe die am Sabbathe als unerlaubt

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