Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 6 (1868)
- Issue
- 2 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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141 VII. Zum Worte אבי. stätten hat man gerne beseitigt, daher die LXX schon lasen: ,אשר שנלך das Wort zum folgenden Satz ziehend. Dieser lautete ursprünglich, wie schon a. a. O. gesagt, אכי שלמר אבלוני ישראל — Hatten denn aufgehört die Treuen, Gläubigen, in Israel? s— Auch 1. Sam. 25, 21 dürfte für אך (LXX: 100g — אכי (ארלי gestanden haben. Eine Frage ist hier wenigstens mehr am Platze. ,Hab ich denn umsonst ihm sein Eigenthum gehütet...., daß er Gutes .mit Bösem vergilt?" — Ob auch Genes. 3, 1?! — Wir haben nur noch 1. Sam. 24, 12 unberührt gelassen, wo Ewald mit Recht das gar zu zierliche אבי.— mein Vater im Munde David's seinem Todfeind gegenüber beanstandet, aber es als Jnterjeetion wie בני gefaßt hat. So auch Thenius z. St. Allein בי findet sich bloß vor der Anrede אדני und der 3. Person. Uns scheint das Wort באבי überhaupt nicht gesichert, die LXX und der Syrer haben es nicht. Es scheint eine Verstümmlung des Wortes 411 ואביתי sein, welches für das sinnlose ואנלר לדזרגך im vorigen Satze ursprünglich stand. Dies ואביתי, im Widerspruch mit Kap. 26, 23 wo David sagt: רליא אביתי, gab schon durch den Gedanken an sich, daß David einmal Willens war den Königsmord zu begehen, Anstoß, daher die LXX schon hier ךלא אביתי lesen — Desgleichen hat die Massora für דלנת דוד בלבקש בפשך der LXX das gelindere רעתך — und die Massora setzte ואנלר — man sagte, vgl. Syrer ואנלרו גברא דעבלי, oder אנלר. Vulgata: et cogitavi dafür. Das so bei Seite geschobene ואביתי kehrte am Rande mancher Codices wieder und kam verstümmelt am Anfang des folgenden Verses zu stehen. Dies dünkt uns wenigstens eine bessere, wenn auch nicht einfachere Lösung zu sein.— Immerhin glauben wir durch unsere Auseinandersetzung für ein verschollenes Wort um das Bürgerecht im Bereich der hebräischen Sprache nachsuchen zu dürfen. VII. Feststellung -er jüdischen Kalenderberechnung. Eine Geschichtsbetrachtung. Zu den kühnsten Griffen, welche der Rabbinismus zu thun gewagt, gehört die neue Einführung des Kalenders nach astronomischer Berechnung, ganz besonders aber die Verrückung der Festtage in manchen Fällen, welche im fünften Jahrhundert vorgenommen