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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 2 (1868) · p. Seite 137

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
2 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 137 (sequence 57)
Language
German
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VII. Zum Worte 137 , .אבי lichen Prinzen Hesekia selbst (vgl. 25, 1 u. d. folg. VV.) angelegte Sammlung von Lebensu. Sittenregeln, Sprichwörtern und Parabeln, die unter dem Namen Salomos des Weisen im Volksmunde in variirender Form sich vorfanden und welchen hie und da auch einzelne Ermahnungen oder kunstvolle Einkleidungen und Ausführungen des Lehrers eingeflochten wurden. Mit dem Titel אבי — mein Vater! wurde daher regelmäßig der Gottesmann oder Prophet von seinen Schülern angeredet 2 Kön. 6, 21, ja die des Propheten Rath erholenden Könige nennen sich deren Söhne Kap. 8, 9; und die Schüler der Propheten werden schlechthin 1 בהי זרנביאים Kön. 20, 35 2 Kön. 2, 3 ff. vgl. Amos 7, 14 genannt. Unstreitig gehört hieher auch der Ausruf Elisa's, da er "einen Meister Elias scheiden sieht, 2 Kön. Kap. 2, 12, den der König Joas beim Anblick des sterbenden Elisa Kap. 13, 14 wiederholt haben soll: אבי אבי רכב ישראל ופרשיו Mein Vater! Mein Vater! Der Wagen Israels und seine Rosse! Doch verdient dieser ganze Ausdruck und dessen historische Motivirung eine besondere Betrachtung. Im Allgemeinen wird der Ausruf ״Wagen Israelis und seine Rosse" als eine bildliche Bezeichnung für den Propheten genommen, die soviel wie Schutzwehr bedeute; 'man hat sogar gemeint, die Sage von Elias' Himmelfahrt sei aus diesem Ausdrucke erst geflossen. Dies har wirklich insofern seine Richtigkeit, als die letztere Stelle — der Ausruf Joas' beim Dahinsterben des Propheten — diese Bedeutung voraussetzt. Und wirklich hat die Sage um das Haupt Elisa's ein Heer von feurigen Wagen und Rossen zur Rettung Israels gebildet 2. Kön. 6, 18. Allein dies ist so gut wie der Ausruf bloß Nachbildung, wenn auch eine volksthümliche, der Eliassage, und derselbe hat seinen ursprünglichen Grund nur in dem Bericht Kap. 2, welcher uns weniger die Himmelfahrt des Propheten — denn diese wird in V 1. als bekannt vorausgesetzt und ist überhaupt mythische Anschauungsform für die jenseitige Seligkeit, deren, wie Henoch Genes. 5, 24, so alle. Frommen theilhaftig werden vgl. Ps. 16, 10; 49, 16 — als die Uebertragung des Gottesgeistes von Elias auf Elisa schildern will. Elisa's letzte Bitte nämlich war, daß ihm von Elia's Geiste ein doppelter Antheil — פי שהים zwei Theile vgl. Deut. 21, 17. Zach. 13, 8 — zufallen möchte — mit andern Worten: daß er vor allen andern ״Prophetensöhnen" gleichsam wie ein Erstgeborner, der des Vaters Namen fortzubauen hat, behandelt werde

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