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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 2 (1868) · p. Seite 95

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
2 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 95 (sequence 15)
Language
German
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II. Maleachi und der jüngere Jesaias. 95 will ihm der Versuch gefallen, jetzt schon solche Verschmelzung anzubahnen. Wir haben seinen Kampf dagegen in Cap. 2, 10. dernommen, er fährt dort fort: 11. Treulos ist Juda, Greuel wird geübt in Israel und Jerusalem, Denn es entweiht Juda das Heiligthum Gottes, das Er liebt Und nimmt zum Ehegemahl die Tochter fremden Gottes. 12. Gott rotte aus dem Manne, der sie entblößt und schwächt, ג) (Gedenken, Namen) aus den Zelten Jakob's Und der Gabe darreicht dem Gotte Zebaoth! Darauf folgt, wie schon oben bemerkt, die Anklage über die Verstoßung des judäischen Jugendweibes um des neuen fremden willen: 13. Und das zum Zweiten thut ihr, mit Thräne zu bedecken den Altar Gottes, mit Weinen und Stöhnen, So daß Er sich nicht mehr wende zu der Gabe, nicht nehme wohlwollend von euren Händen.. 14. Ihr sprecht: ״weßhalb?" Weil Gott gezeugt zwischen dir und dem Weibe deiner Jugend, die du treulos behandelt, Und sie ist deine Genossin und das Weib deines Bundes. Und nun folgt die Rede von dem ״Einen", die wir bereits besprochen haben. Der Kampf für die Bewahrung der unvermischten Nationalität, allerdings als der Trägerin des reinen Gottesglaubens, für die Fernhaltung aller fremden Elemente steht dem Maleachi im Vordergrunde. Er schaut nicht einmal mit beseligtem Wonnegefühl in die Zukunft, welche die Aussicht auf allgemeine Menschenverbrüderung . - ־ ,- 1) ער ist mit יעעוכזע, das ohne diesen Zusatz ganz beziehungslos bliebe, zu verbinden. ער nehme ich im Sinne von Nacktheit, also: er macht sie nackt, עברי aber heißt: ehelich beiwohnen. Schon 2. Mos. 21, 10 wird!עובד von den meisten Erklärern so gedeutet, im Späthebr. der Mischnah ist es der stehende Ausdruck für den Termin der Ausübung der ehelichen Pflicht. Im Grunde ist wohl עכה dasselbe, nur daß es als Pielform die Bedeutung der Gewaltsamkeit hat. Auch hier ist vielleicht ועברל zu lesen, und die Gewaltsamkeit läge, wie so oft, darin daß die Ehe als keine rechtmäßige anerkannt wird. — Die Erklärer glauben,!ער* ועבד auf יכלת als Objekt beziehen zu müssen, weil diesem ein solches fehlt, aber dasselbe, etwa 2^, 27ל oder Aehnliches, ist hinzuzudenken, wie Jerem. 44, 8. An Er und Onan (ארכך!) die Söhne Juda's hier zu denken, bei dem zweiten ״Juda" in V. 11 an den Sohn Jakobi, der ein fremdes Weib genommen, ist ebenso abenteuerlich, wie bei dem ״Einen" (V. 15) an Abraham, weil dieser die — Sklavin — Hagar verstoßen!

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