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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 1 (1868) · p. Seite 76

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
1 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 76 (sequence 77)
Language
German
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76 Aus Briefen. Von Hrn. Dr. Zunz, Berlin 16. Febr. ... vr. Levh hat mich in der deutsch-morgen!. Ztschr. Bd. 21 S. 157 zu schnell corrigirt: Vermuthlich fehlen der dortigen Inschrift 16 oder 17 hundert Jahre, vielleicht noch mehr; der Styl verweist dieselbe in das 15. oder 16. Säculum; vielleicht ist שנת in 900 שדת zu emendiren. Von Hrn. Br. Trieber, Güttingen 1. März. . . . Man weiß bisher Nichts mit den Voluten beim ionischen Capital anzufangen; die Einen leiten sie von den Schnecken her. Aber man sieht nicht ein, wieso Schnecken mit einem Male eine solche Wichtigkeit haben sollen. Nun ist freilich von competenten Gelehrten schon oft die Meinung ausgesprochen worden, daß sie Wohl aus dem Oriente stammten. Mir scheint nun die Sache so zusammenzuhängen: Bekanntlich finden sich an den Ecken der Geräthschäften im Orient Hornverzierungen, so daß im Hebräischen die Ecke geradezu פןדך heißt. Die Sache aber geht noch weiter. Denn das איל der Bibel entspricht vollkommen den: xqioq (der sogenannten Schneckenvolute nach Hesych. 8. v.). Aquila übersetzt איל auch bekanntlich mit zgicofia, was dasselbe wie xqloq bedeutet. Die Verzierung der Säule findet also durch ein Widder Horn statt, wie sie sich noch heute auf lycischen Grabdenkmälern an den Pfosten findet. Nun ist eine Säule ja nur aus dem Pfosten entstanden, dem man oben einen Schmuck, in diesem Falle einen Hornschmuck angesetzt hatte. Es ist also Nichts natürlicher als die ionische Säule aus dem איל der Semiten herzuleiten. Spät genug taucht diese Säulenform ja auch in Griechenland auf. Prof. Wiesel er billigt diese Ansicht. Von Hrn. Br. Steinschneider, Berlin 26. Febr. ... In Ihrem Referat über Haneberg (Bd. V S. 122 ff.) haben Sie Einiges ausgenommen, was auf Mißverständniß beruht; ich habe ihm selbst vor einem Jahre einige Bemerkungen geschickt, die er Wohl noch benutzen wird. Er verschiebt u. A. die Bemerkung der lauteren Brüder über das voreilige Studium der Theologie;

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