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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 1 (1868) · p. Seite 70

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
1 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 70 (sequence 71)
Language
German
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70 Aus Briefen. dazu, Uebungen an einem heidnischen Liede anzustellen? wie reimen dazu die abgerissenen Worte aus den Proverbien? Wenngleich fremde mythologische Namen schon seit der persischen Epoche in die hebräische Engellehre eingedrungen und man im Mittelalter griechische Götternamen in kabbalistische Schriften eingeschwärzt hat, so ist doch der Versuch dergleichen Namen durch biblische Zu erklären erst seit der Neige des 15. Jahrhunderts bekannt, als fremde Literaturen spanischen und italienischen Juden geläufiger wurden. Von Assimilationen wie נפדת£ (Zappert!) u. drgl. wußte Niemand etwas vor acht oder neunhundert Jahren, eben so wenig als von einer obern Vocalisirung oder von einem alfabetischen Wörterbuche: jene Vocalisirung war im Osten des Chalifenreiches zu Hause und stehet anders aus, als uns hier, wo bekannte Vocalzeichen oben statt unten angebracht sind, vorgemahlt wird. Alfabetische Anordnung von masoretischen oder talmudischen Gegenständen ist erst im neunten, lexikalische von Sprachwurzeln erst im zehnten Jahrhundert und zwar in Persien und Spanien gebräuchlich geworden; ein Deutscher wußte damals von beiden nichts. Die Uebungen in den hebräischen radices verweisen sich demnach sammt ihrem deutschen Texte in das neunzehnte Jahrhundert. . . . Zunz. Von Hrn. Dr. Köhler, München 26. Jan. . . . Was das בעולת in Hiob betrifft, so ist Ihre Erklärung (Ztschr. Bd. V S. 105 f.): unversehens, eine vom Parallelismus schlechterdings geforderte; es könnte noch ein Schritt weiter gegangen werden und wirklich ב עגנה gelesen werden. Denn fast möchte ich glauben, daß der Chronist für 2 על העגל Sam. 6, 7 die volle Form עולת vor sich hatte, da er 1 Chr. 13, 10 על אעוד עגלת יד daraus machte. Diese Vermuthung wird bestärkt durch die Peschittho, die auch in Sam. übersetzt: על דאועוט אידה. — Jedenfalls ist als Sinnesparallele herbeizuziehen Hiob 15, 21, auch 16, 12. Ich komme ferner auf die in dieser Ztschr. Bd. I S. 120 und Anm. 3, Bd. III S. 80 ff. besprochenen mit Klammern, verkehrten Nun's, versehenen Stellen zurück, in denen dort richtig die Andeutung von Versetzungen gefunden wird. Ein genaueres Eingehn darauf dürfte nicht unfruchtbar sein. Sollte in Num. 10 wirklich

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