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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 1 (1868) · p. Seite 60

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
1 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 60 (sequence 61)
Language
German
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60 Umschau. Ferdinand Christian Baur und die hebräische Bibel. In dem zweiten Bande dieser Zeitschrift S. 232 f. war die Behauptung ausgesprochen worden, daß ״die Tübinger Schule sich nie an den Arbeiten auf hebräisch-biblischem Gebiete betheiligt habe" und kein Verständniß für neuere Forschungen auf demselben habe. Die Thatsache wird dort zu erklären versucht, aber auch die Unzuträglichkeit, diese Jgnorirung fortzusetzen, stark betont und der Hoffnung Raum gegeben, daß dieselbe einer besseren Einsicht Weichen werde. Es dürften Wohl einige schwache Anzeichen vorhanden sein, daß wirklich die jüngeren Glieder dieser Schule doch eine gewisse Beschäftigung mit dieser Wurzel der ganzen religiösen Weltgestaltung aufnehmen wollen. Das Urtheil hierüber mag einer späteren Feststellung überlassen bleiben, hier werde blos constatirt, wie berechtigt der Ausspruch über den eigentlichen Begründer der Schule gewesen. Ungefähr nämlich um dieselbe Zeit, als ich die angeführten Worte niedergeschrieben (Jan. 1863), erschien aus dem Nachlasse B aur's die ״Kirchengeschichte des neunzehnten Jahrhunderts", herausgegeben von Eduard Zeller. In diesem umfangreichen — es enthält 557 Seiten — und ernst auch auf die Wissenschaftliche Bewegung innerhalb der Kirche eingehenden Werke verdanken wir es nur Hengstenberg's Verketzerungslust und Restaurationsversuchen, wenn ein Mal (S. 228) Gesenius genannt und auf vier Seiten über (420—4) die alttestamentliche Exegese gesprochen wird. Die gänzliche Jgnorirung einer so tief eingreifenden theologischen Disciplin beruht eben in dem Umstande, daß die Theologie lediglich zur Christologie geworden. 26. Febr. Michael Sachs, ein Räthsel? Es ist dem Andenken des Hrn. Dr. Michael Sachs die, gewiß verdiente, Gunst widerfahren, daß seine ״Stimmen vom Jordan und Euphrat" nunmehr aus seinem Nachlasse mit einem zweiten Bändchen bereichert und durch Hrn. Prof. Di־. Lazarus eingeleitet worden. In dem Vorworte spricht sich eine warme an׳- erkennende Freundschaft für den Verewigten aus, die beide Männer ehrt, umsomehr als der klare unbefangene Sinn des Lebenden nicht

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