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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 1 (1868) · p. Seite 43

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
1 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 43 (sequence 44)
Language
German
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und Essäer. 43 die Herren Schmidt und Merx gethan bei der Behandlung der Assumptio Mosis, einer vor einigen Jahren aufgefundenen, dem Moses vor seinem Tode in den Mund gelegten an Josua gerich- Leten Enthüllung der Zukunftzeiten (Merx' Archiv S. 111 ff.). Es wird nämlich dort versucht, ״die Parteiftellung des Verfassers jener Schrift zu enthüllen". Dies geschieht in folgender Weise: An einer Stelle des Buches, von welcher angenommen wird, daß sie auf die Gegenwart des Schriftstellers anspiele, ist die Rede von homines pestilentiosi, also von einer Partei, welche geschildert wird ״als gottlos, wiewohl sie sich für gerecht erklärt; als zelotisch, verschlagen, selbstgefällig und unwahr. Sie lieben Gastmäler und Genüsse, wenden aber vor, sie thäten das aus Mitleid, sie fischen im Trüben, um nicht durchschaut zu werden, sie find von Osten bis Westen verbreitet und thätig und denken bei sich, sie würden ein fürstliches (tamquam principes) Leben führen können, sie halten auf besondere Reinheit und Heiligkeit, scheuen sich auch vor profanen Berührungen". ״Hierin, fahren nun die genannten Kritiker fort, Pharisäer zu erkennen, erfordert keinen besondern Scharfsinn, denn diese thaten Alles um von den Leuten gesehen zu werden, sie wünschten die Protoklisia bei den Mälern, sie suchten zu Wasser und zu Lande Proselyten, und verdarben sie zu ihren listigen Anschlügen, wie solche Jos. 17, 2, 4 erwähnt, mitzuhelfen, sie aßen die Häuser der Wittwen und Waisen unter dem Vorwände langer Gebete (ä166nt68 86 propter nü86ri60räiam 1106 faeere), sie hielten auf Reinheit der Speise und waren voll Raub und Schwelgerei, kurz sie schienen äußerlich gerecht (äi66nt68 86 su8t08 6886) und waren heuchlerisch und gesetzlos (fallaees, in 866161-6 pleni et iniquitate). Mth. 23 und unsre Stelle decken sich sachlich, das Evgl. gibt uns den Namen und damit den Schlüssel . . ., die Anschauung des Vers, steht der urchristlichen so nahe als möglich, — aber der Messias fehlt. Hiermit schließt sich christlicher und pharisäischer Ursprung unseres Buches zugleich aus, und von der vierten jüdischen Partei, der des Judas von Galiläa Jos. Ant. 18, 1, 6 braucht gleichfalls nicht geredet zu werden, da sie nur die äußerste Pharisäische Rechte bildete. .. So bleiben von den jüdischen Zeit- Parteien die Sadducäer und die Essäer übrig, wobei ein sadducäischer Ursprung unseres Buches höchst unwahrscheinlich, da dasselbe auf Einwirkung auf das Volk abzielt, von der die Sadducäer sich fern halten, Jos. Ant. 18, 1, 4, die am liebsten Alles gehen ließen,

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