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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 1 (1868) · p. Seite 30

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
1 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 30 (sequence 31)
Language
German
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30 H. Köhler, Beiträge zur Gramm, d. heLr. Sprache. mein Volk, es nicht zu entlassen. לד בפעם Wollte ich auf einem Male alle meine Plagen loslassen gegen Dich und gegen Deine Diener und Dein Volk — בי עתד dann hätte ich bereits ausgestreckt meine Hand und dich und dein Volk geschlagen mit der Pest, daß du vertilgt wärest vom Lande. Aber darum habe ich dich erhalten, um dich sehen zu lassen meine Kraft und um verkünden zu lassen meinen Namen auf der ganzen Erde, damit du erkennest, daß nicht ist meines Gleichen auf der ganzen Erde. — Wir schließen diese Betrachtungen, uns die Besprechung mancher anderen syntaktischen Formen einer anderen Gelegenheit aufsparend, mit dem Bewußtsein, auch durch unsere manchmal kühnen Conjecturen dem gesunden Geschmack der biblischen Exegese keinen Nachtheil zu bieten und können uns andererseits der Ueberzeugung nicht erwehren, daß, je klarer und durchsichtiger die prophetischen Schriften in ihrer natürlichen Einfachheit und in ihrer urwüchsigen Frische mit allen Spuren ihres geschichtlichen Werdens uns entgegentreten, desto klarer die innere schaffende und umgestaltende Triebkraft des religiösen Geistes sich uns offenbart, und daß jemehr die Geschichte der Bibel selbst von dem Fortschritt der religiösen Entwicklung Kunde gibt, desto eher unsere geschichtlichen Ideen mit den religiösen als allmählich gewordenen sich befreunden und in einer höheren Einheit sich zusammenschließen werden. *) 1) Herrn D1\ Kohler ist ohne Zweifel der Aufsatz im he-Chaluz III nicht bekannt geworden, und seine umfassende und tief eindringende Ausführung behält ihr Verdienst, wenn wir auch, der Psticht der Gerechtigkeit genügend, constaliren, daß einige dieser Correcturen des oder לו in לף bereits dort S. 97 f. von den Herren Landesberger und Schorr angegeben sind, so namentlich I Mos. 23, 5. 11. 14. I Sam. 13, 17. Hiob 9, 33. 32, 22. Jes. 55, 13. I Mos, 31, 27. Ferner werden dort noch folgende hier nicht besprochene Stellen herangezogen: Hiob 3, 16 oder wie verborgene Fehlgeburt לד אדיה wenn ich doch wäre; das. 31, 30: ולד, wenn ich dem Sündigen meinen Gaumen übergeben (einen sündhaften Laut ausgestoßen) hätte, seine (meines Feindes) Seele in Verwünschung zu fordern: (V. 31) Würde da nicht mein Hausgesinde gesprochen haben: Ach wer gäbe von feinem Fleische wenn wir doch uns sättigten! (Denn sicher ist auch hier לד כשבע zu lesen.) Das. 32, 14 ׳ךלף עריך wenn (sagt Elihu) er (Hiob) an mich Worte gerichtet hätte, ich würde ihm nicht mit leeren Reden entgegnet haben. Ruth 2, 13: Und ich (spricht Ruth zu Boas) לד אדיה wenn ich doch nur wäre wie eine deiner Mägde! (70 und Syrer haben keine Negation.) G.

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