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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 1 (1868) · p. Seite 25

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
1 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 25 (sequence 26)
Language
German
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25 .לד Bruderstamm keine Frauen zu geben. Wie sollte der unglückliche Stamm erhalten bleiben? Da war der Aeltesten Rath, sie selbst sollten sich ihre Frauen beim Festtanze zu Schiloh rauben. ״Und wenn/' sagen sie, ״deren Väter oder Brüder kommen und sich bei uns beklagen, so sagen wir ihnen. Schenket sie doch uns, denn haben wir nicht, Jeder ein Weib für sich, genommen im Kriege; — Alle anderen Erklärungen sind verfehlt; es heißt nicht לאיטו א כותי, was doch stehen müßte, wenn es für Jeden hieße — sie fahren fort: כי לד אתם נתתם לתם כעת תאכובלר — Denn hättet ihr sie ihnen gegeben, dann würdet Ihr (des Eidbruches) Schuld auf Euch laden. *) — Ein solches לי.. .כעת erkennen wir auch noch in der aus Talm. babl. Nedar. 33 und Jerus. Sabb. resultirenden Lesart in Numer. 23, 23: Bileam der Zauberer soll Israel fluchen. Er hat es schon einmal vergeblich versucht. ״Es steht unter den Völkern allein." ״Es ist nicht zu zählen." — Er will seine Kraft durch Zauber bannen, aber — er spricht: Gott ist kein Mensch, daß er lügen, sein Wort zurücknehmen könnte. Ja ich bin zum Fluchen hergeholt, aber so Er segnet, kann ich es nicht abwenden. Man sieht ja keine Untreue in Jacob, keinen falschen Gottesdienst in Israel. Jahwe sein Gott ist bei ihm und seines Königs Posaunenschall in ihm. Der Gott der es aus Aegypten geführt, der ist wie des Büffels gewaltige Höhen (Hörner) schützend um ihn — כי לי נחעו כיעקב ולו קסם ביכו תא ל כעת יאנלר ליעקב יליכוראל כלת־ פעל אל. Denn hätte Zauberei Gewalt über Jacob, Bannkunst über Israel, dann würde man sagen über Jacob und Israel: Was hat denn Gott gewirkt?! — Die Worte des Midrasch Rabbot: ״Aus seinen Segensworten ersehen wir, was für Fluch er gegen Israel auszustoßen die Absicht hatte," sind gerade für die Kritik auch bedeutsam?) Ein ferneres לי־כעת finden wir Hiob 39, 17 und 18 in der 1) Dieser Schluß ist gewiß so richtig, der erste Theil jedoch bleibt schwierig, wenn nicht hie und da das Personwort geändert wird; am Einfachsten erklärt sich der Satz, wenn entweder לקחו oder ואנלרתם (dann müßte aber auch am Schlüsse לנו stehn) gelesen wird. G. 2) לי ... כעת ist hier wieder sicher; der Sinn des Spruches nach dieser Lesart scheint mir jedoch folgender zu sein: denn wäre Zauberei in Jakob, Beschwörung in Israel (d. h. verstände es sich darauf), so würde ihm sicher gesagt, was Gott wirkt, dann würde es die volle Kenntniß haben von dem Wirken des ihm so befreundeten Gottes. G.

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