Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 2-3 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 140)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus Briefen. 220 tritt dann erst der Gegensatz von V. 5—7 in voller Klarheit und Prägnanz hervor. Aehnlich hat schon Philippson den Sinn dieser Stellen angegeben. Zu den schwierigsten Stellen im M. gehört ferner die von Cap. 3, 1: Siehe, ich sende meinen Boten u. s. w. Auch das Verständniß dieser Stelle, besonders der zweiten Hälfte des Verses ist Köhler gelungen, indem er in Uebereinstimmung mit Tholuck?מלאך הבריר richtig auf האדרן bezieht und nach dem exegetischen .Kanon, daß, wo das Wort מלאך im Verlaufe der Rede mit dem Namen Gottes wechselt, nichts anders mit diesem Worte als eiue besondere Manifestation Gottes und hier als des Bundesgottes ausgesprochen ist. Was nun aber die erste Hälfte dieses Verses betrifft, worüber das Richtigere bei Philippson zu finden gewesen wäre, so verläßt hier Köhler seinerseits, indem er an der kirchlichen Anschauung des ganzen Verses festhält, den Boden der wissenschaftlichen Exegese, nimmt in בללאכי von V. 1, als eorrespondirend mit V. 23 Johannes den Täufer an und huldigt damit dem christlichen Midrasch, der an den Evangelisten, wie an den katholischen und protestantischen Exegeten von heute seine Träger hat. Wenn insbesondere Köhler S. 178 in einer Anmerkung von dem jüdischen Exegeten Alschech anführt, daß er zur Schlußstelle M.'s die Bemerkung mache: ״Es ist bekannt, daß in dem Kommen des Messias enthalten ist das Kommen des Heiligen, gebenedeit sei er, in die Welt" und damit gleich Tholuck zu verstehen giebt, daß dieser fromme Lehrer der Synagoge der christlichen Anschauung am Nächsten komme, so ist dieses kein geringes Mißverständniß und liegt in den Worten Alschech's vielmehr der lauteste Protest gegen das Christenthum. Alschech sagt nichts Anderes, als was die Propheten insgesammt aussprechen, daß die glanzvolle Manifestation des Bundesgottes Israels, das Ideal des Judenthums mit der endlichen Ankunft des Messias sich verwirklichen werde. Unter מלאכי versteht er daher in consequenter Weise den Todesengel, der im Laufe der Jahrhunderte eine Generation der Menschen nach der andern der Vernichtung zuführt, bis daß durch ״die Dialektik der Weltgeschichte" all die Hemmnisse beseitigt werden, welche der vollendeten v Erscheinung des Himmelreichs auf Erden im Wege stehen עד יהיה דרך פכרי לפכיר שלא יהיה בערלה כורה חלאת ערך כא שיהיה הל הברתר קדרש שאלה אין הערלה חזה מרכך לכך ראיין דרך ליפנרת הערלה מחלאת אשנלרת אה לא עי המיתה רהרא כי הלא איך בן דוד