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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 214

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 214 (sequence 134)
Language
German
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214 Au- Briefen. (1 Mos. 41, 43) zusammen und identifieirt beide nach dem Vorgange N. Jose b. Dormaskit. Ja das אמרכל soll nur durch Verwechselung der Lippenbuchstaben aus Alaßdqxns entstanden sein und beiden אכרך zu Grunde liegen. Die ausführliche Begründung lese man bei dem Vf. nach, das von uns in größter Kürze Angeführte ist jedoch das Hauptergebniß der Untersuchung. Wir können indessen die Ansichten des Hrn. Brüll in keiner Weise theilen. Gegenüber dem Vorkommen der Würdenamen von Syriarchen, Galatarchen, Bithynarchen, Pontarchen, Asiarchen, Cappadocarchen, Lyeiarchen, Phoenicarchen, Cypriarchen (2 Macc. 12, 2), ja sogar Thebarchen (in Aegypten, vgl. Böckh, Corp. J. Gr. p. 293, 1185) ist Wohl kein Zweifel, daß Arabarches auch die richtige Lesart für Alabarches sei und demnach dieses Wort nur griechischen Ursprungs fein kann. Die besten Handschriften bei 01661-0 (ad. Att. II, 17, 3) und Jnvenal (I, 130) nebst .׳den Inschriften haben es zur Gewißheit erhoben, daß Agaßagxns die richtige Lesart sei, aus welchem bei Josephus Alaßdgxyg geworden ist. Der Theil Aegyptens, wo der Würdename vorkommt, wurde schlichtweg als Arabien in ptolemäischer und römischer Zeit betrachtet, Arabiae nomos, daher auch das Scholion zuduvenal a.a.O. Agaßdgxn? erklärt: Arabiae princeps. Einstweilen mögen wir uns mit dieser allgemeinen Bezeichnung des Amtes eines Alabarchen begnügen; Ausführlicheres gehört nicht weiter hierher. Daß in Folge der Lesart Arabarches auch die Jdentificirung mit אמרכל nicht gebilligt werden kann, liegt auf der Hand. Die Erklärung dieses Wortes ist allerdings nicht ohne Schwierigkeit. Sicher ist nur, daß die thalmudische Erklärung (Hör. 13, a): אמר ״ כולהder über Alles Gebietende," oder (j. Sabb. 10, a): עוהי־ה ״ בלר על הכלder Herr über Alles ist" das Richtige nicht trifft. Auch Reland's Erklärung (in seiner Uissertatio äs p6r8ie18 Talmudicis, p. 278) ״ita appellatur qui curam clavium babebat, cubicularius .... Videtur esse persicum Jyir j*a\ emzr calid praefectus clavis“. Ultima litera tollitur, uti alias saepe dt, et prima a voce אמד nonnunquam ablata est, quae cum j^a\ idem sonat“ ist schwerlich zu billigen. Theilweise mag R. dies selbst gefühlt haben, er hätte doch aus dem Bereiche des Thalmudischen eine ähnliche Abwerfung wie im Worte belegen müssen. — Nimmt man unter den verschiedenen Bedeutungen des Wortes אמרכל die am häufigsten vorkommende, ״Schatzmeister" (גזברין)

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