Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 2-3 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 109)
- Language
- German
- Belongs to
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Ergänzungen und Berichtigungen. 189 aufmerksam, daß die Klage, welche hier von den Israeliten ausgesprochen worden, eigentlich bis dahin eine ganz unbegründete gewesen. Denn daß ״ein dem Stiftszelte nahender Nichtpriester sterben müsse," ist bis jetzt noch gar nicht angedroht worden, nun erst in 6. 18 wird das Verbot ertheilt und die Todesstrafe auf seine Uebertretung gesetzt (V. 4. 7. 22), damit zugleich aber das Mittel dagegen gegeben, durch den Auftrag an die Priester und Leviten, von dem Zugänge zum Zelte die Israeliten abzuhalten. Die Klage war daher, da Verbot und Drohung noch gar nicht existirten, gegenstandslos und hatte gar keinen Sinn. Die Lösung dieser Schwierigkeit nun besteht in der richtigen Erkenntniß, daß in der That eine Anklage nach dem ursprünglichen Berichte gar nicht Statt gefunden; nur ein späterer Ergänzer, der neben dem Verbote und der Drohung eine Abhülfe fand, glaubte, diese müsse wohl zum Zwecke der Beruhigung gegeben sein. So setzt er denn derselben eine ganz, unbegründete Klage voran, allein er verräth sich wiederum — durch sein ויאמרו.... לאבלר! — Eine Hinzufügung des "1לא2ל wegen längerer Unterbrechung findet sich ferner noch 5 Mos. 1, 9 und 9, 4. 6. Im Ganzen ist freilich die Behauptung S. 201 richtig, daß Dunasch mit Menachem gegenüber den herkömmlichen, in dogmatischen Bedenken beruhenden Erklärungen auf gleichem Standpunkte stehe und wir ihn daher erst in seinen Kritiken gegen Saadias als dieselben abweisend genauer kennen lernen. Dennoch muß zugegeben werden, daß hier und da auch Menachem diesen Bedenken Concessionen macht, welche Dunasch entschieden verwirft. Dahin gehört z. B. wenn M. (S. 127) für סלע, wenn es von Gott gebraucht wird, eine besondere Rubrik verlangt, D. aber (S. 19) das Wort bildlich auffaßt und es in seiner Grundbedeutung festhält; derselbe Fall ist mit בלכום (M. S. 123, D. S. 2l f). M. leitet וישתובלם (Jes. 59, 6נ) von שתם, sehen, ab (S. 183), Wohl weil er, wie D. richtig erkennt, ein Betäubtsein von Gott fern halten will, allein D. (S. 27f, vgl. S. 65) findet in solchen bildlichen Redensarten nichts Anstößiges, daher auch nicht (S. 83) in עשן, wenn es von Gott gebraucht wird, während M. (S. 139) es dann einer besondern Abtheilung zuweist. 7. Noch Etwas über Saadias und Dunasch! S. 204 wird aus einer Kritik des letzteren geschlossen, daß Saad. nicht zugegeben, daß בלי als Relativpronomen gebraucht werden könne, und wird