Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 2-3 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 102)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2420973-2420997-2420999--1470-2422554- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
182 Umschau. Bei dem Anwachsen der Gemeinde, in welcher auch die aus Brasilien Zurückkehrenden sich wieder ansiedelten, entstand endlich 1675 die durch ihre Pracht weitberühmte neue große Synagoge. Der dritte Artikel endlich-bringt bibliographische und literarische Beiträge von M. Roest Mz. Der erste und wichtigste darunter ist über Zebi Hirsch ben Jakob, der bekannt unter dem Namen Chacham Zebi, selbst einen hohen Ruf erlangt und noch durch seinen Sohn Jakob Emden an Bedeutung gewonnen hat. Es wird hier nachgewiesen, daß Jakob Emden etwas ungenau das Geburtsjahr seines Vaters. angegeben, daß das genaue Datum, wie es Zebi's Vater selbst eingeschrieben, auf den 1. Elul (August) 1658 trifft, während er 1718 gestorben. Die Besprechung bietet auch sonstige bibliographische Belehrungen, und weiter wird gegen van Biema die besondere Ausgabe einer Schrift Asulai's: Beth Menuchah, Gebete und Gebräuche für Jahrzeit enthaltend, festgestellt. * Es wird uns freuen, über den gedeihlichen Fortgang dieses literarischen Organs ferner Nachricht geben zu können. 5. Mai. 5. Der Catalog der hebräischen Druckschriften im Britisli Museum von Hrn. I. Zebner ist in diesem Jahre 889 S. gr. 8 erschienen und entfaltet die große, nahe an Vollständigkeit gränzende Reichhaltigkeit dieser Bibliothek vor unfern Augen. Neben großen Sel- Lenheiten, die zum Theile, soviel bekannt, unica sind, finden sich die kleinen Flugblätter, die dem Augenblicke dienend, so leicht verloren gehen, dennoch oft von geschichtlichem Interesse sind und nun hier ihre dauernde Stätte erhalten haben. Schon an der Anlage der Sammlung nimmt man den Kennerblick dessen wahr, der ihr vorsteht, und nicht minder an der Beschreibung, wie sie der vorliegende Catalog liefert. Die Beschreibung ist knapp und hält sich eng an die Bücher, ohne sich in weitere Untersuchungen zu verlieren, aber alles nothwendig dazu Gehörige giebt sie mit einer Genauigkeit, die nicht blos von der sorgfältigen Musterung eines jeden Buches Zeugniß ablegt, sondern auch von der umfassenden Bekanntschaft mit den einschlagenden Untersuchungen. So gestaltet sich der Catalog zu einer kurzen, aber zuverlässigen bibliotheca hebraea, in der man nur in verhältnißmäßig sehr seltenen Fällen,