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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 176

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 176 (sequence 96)
Language
German
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176 Umschau. zugekommen. Dieser aus blos einem halben Bogen bestehende Probebogen tritt etwas sehr anspruchsvoll auf. Er behauptet nicht blos, daß Wohl noch nie eine solche Sammlung zu öffentlicher Versteigerung gekommen, daß dieselbe nicht blos höchst schätzbare und unedirte Handschriften enthält, die seltensten Drucke u. dgl., sondern er beansprucht für den Catalog durch dessen Behandlung selbst einen wissenschaftlichen Werth, er vindicirt ihm die Erfüllung bisher unbefriedigt gebliebener bibliographischer Ansprüche, er soll ״einen Beitrag zu einer vollständigen Bibliotheca judaica liefern." Wir wollen uns vorläufig noch des Urtheils enthalten, inwiefern wirklich die mit voller Absicht erweckten Ansprüche ihre Befriedigung finden, obgleich die Probe dazu auffordert; wir wollen gern die Sorgfalt anerkennen und unsere Bedenken noch unterdrücken. Von Handschriften werden blos zwei ausgewählt, die an sich von keiner Wichtigkeit sind und die durch weitläufige Beschreibung nicht an Werth gewinnen. In der Beschreibung der Druckwerke ist die Beilegung des ״Widdui ha-gadol" an Nissim b. Jakob b. Nissim Jbn ״Schobin" (S. 4) wohl ein Druckfehler für Schahin. Die Annahme, daß das Buch R'uma wirklich von einem Nachschon herrühre (S. 5), die freilich, da das seltene Buch von Wenigen eingesehen worden, von allen Bibliographen im Glauben an das Wort des Herausgebers in der Vorrede getheilt wird, halte ich für irrig; mir scheint es von bem Herausgeber, Isaak Onkeneira, untergeschoben zu sein, sein Mach- Werk, das in seinem verkünstelten Style abgefaßt, des eigenen Commentars bedarf, und dem er den Titel R'umah, als der Mutter des Tebach (1 Mos. 22, 24), d. h. des Schlachtens, witzelnd beigelegt hat. Ein Werk über Schlachten aus dem Anfänge des 14. Jahrhunderts wäre in der späteren Literatur nicht unerwähnt geblieben. Dabei ist die Absicht des Herausgebers, das Werk noch höher hinäufzurücken und dem Gaon Nachschon, ״dem Schulhaupte Babel's" beizulegen, ziemlich unverkennbar. 6. Jan. 2. Tschufut Kaleh und die Karaime. So lautet die Ueberschrift eines kleinen Aufsatzes in dem ״Ausland" N. 2 S. 45—48. Wer durch den Ruf der Gediegenheit, welchen dieses Blatt, und gewiß mit Recht, genießt, verleitet, die Erwartung hegen sollte, hier neue Aufschlüsse oder in kurzer Uebersicht

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