Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 174

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 174 (sequence 94)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2420973-2420997-2420999--1462-2422546
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

174 Recensionen. müssen nun allerdings weggeschafft, verbrannt werden, dennoch darf dies noch solange nicht geschehen, als sie im brauchbaren Zustande find, und erst dann wenn sie in Verwesung treten, werden sie verbrannt, also תעבר) תעובד :צורתו), seine Gestalt soll in den Zustand des Vergehens eintreten (Peßachim 7, 9. Schekalim 7, 3. Sebachim 8, 4). Wie gesagt, es ist dies ein alter Priesterausdruck, in dem sich die Pualform findet, welche sonst nicht vorkommt und auch für die Stelle Peß. 3, נ unnöthig ist. Hr. W. hat freilich eine besondere Neigung, Pualformen in der Mischnah zu finden. So nimmt er für סופג, Strafe erdulden, neben der ganz richtigen Erklärung, es bedeute eigentlich: einschlingen, aufnehmen, wie ja auch das aramäische בילע von derselben ersten Bedeutung aus die zweite erlangt: Strafe erleiden, — neben dieser nimmt er, und, wie es scheint, sie bevorzugend, eine andere auf, הפג sei gleich ספק (was ab^r gar nicht schlagen, sondern blos die Hände zusammenschlagen heißt), dann aber müsse ספג, er wird geschlagen, gelesen Werden (S. 85)! Ja er will gar ebenso לקת für 8ו.קת lesen, während לנןה wie vapulo geschlagen werden bedeutet und davon dann das Hifil הלקת erst schlagen, Schläge beibringen heißt. Daher kommt es auch, daß er die Form Nithpael, deren sich die Mischnah regelmäßig für Pual bedient, verkennt (S. 92). Bei dem Berichte über den zweiten, den eigentlich grammatischen Theil können wir uns umsomehr kürzer fassen, als er fast ganz auf meinem ״Lehrbuch'׳ fußt. In Cap. 1, Buchstabenvertauschung, durfte nicht ausgenommen werden, Beth könne mit Ales vertauscht werden, denn wenn die aramäische Partikel א für die hebr. ב dem Nomen vorgesetzt wird, so ist dies keine Vertauschung, sondern eine ganz andere Bildungsart. Daß דנלע nichts mit טנלע zu schaffen hat, also Teth nicht mit Daleth vertauscht ist, ist schon früher bemerkt. Ueber גתטא für לחבלא vergleiche noch diese Zeitschrift Bd. IV S. 284, doch geht dies über die Mischnah hinaus in das Gebiet der Gemara ein. Daß באד das ursprüngliche ist, bezeugt das Syrische uud ist schon mehrfach nachgewiesen. בגון ist durchaus nicht durch Buchstabenvertauschung aus בעין hervorgegangen, es kommt von גון, Farbe, also zunächst בגון, dann zusammengezogen י .בגון— Cap. 2 über Buchstabenversetzung und dadurch bewirkte Umkehr der Bedeutung ist willkürlich Erdachtes. Cap. 3 bandelt über das Zeitwort und seine Conjugation. Ueber das Participium, namentlich auch über die Negation, die mit ihm verbunden wird,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.