Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 2-3 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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Weiß: Sprache der Mischnah. 165 das griechische Sogd ist. Hr. W. schließt daran die Besprechung eines Stammes an, die zwar blos sehr gelegentlich angelehnt ist, da hier die Grundbedeutung des zweibuchstabigen idealen Stammes nicht in Rede kommt; da mir jedoch scheint, daß Vieles dabei zu berichtigen sei, so mag auch diese nicht übergangen werden. Der Ausdruck יאותר ל, sie haben Genuß von (Berachoth 8, 6), meint Hr. W., könne nicht mit den ähnlichen biblischen Bildungen combinirt werden, da diese die abweichende Bedeut-ung: einwilligen, haben, vielmehr habe יאותר gleichen Stamm mit בתבין, nämlich באת, von diesem habe man im Aramäischen den Namen תכאת gebildet, davon denominativ wieder mit Beibehaltung des Bildungsbuchstabens He ein neues Verbum wie תרם von תרוכלדל (also וזבת); von derselben Wurzel (nämlich באת) existire aber auch ein (spät-) hebräisches Verbum (nämlich באת), wovon Nifal באותין Schabbath 3, 6 vorkommt, während יאותר in Berachoth der Form יפול entspricht, nur daß wegen des (Ales als) Kehlbuchstaben das Chirek in Zere verwandelt ist (also die Form ist Fut. Kal). So Hr. W. Es ist nun hier von geringerer Bedeutung, daß — was freilich auch fast alle Lexikographen thun — ein biblischer Stamm באת angenommen wird, der gar nicht existirt, da die einzige vorkommende Form באות (bei der auch das Alef zuweilen elidirt ist) lediglich Nifal von אות ist, (vgl. mein Lehrbuch zur Sprache der Mischnah S. 23 f). Ganz falsch jedoch ist es, das mischnaitische תבאת davon abzuleiten und daraus erst einen Stamm תבת) תבא) zu bilden, es ist nicht תבאת zu punetiren und als Form Hafalah (eigentlich Hafal, da ja He radical wäre) zu betrachten wie Hr. W. S. 102 thut, vielmehr lautet es תבאת, ist einfach Pealah von תבת, das im Syr. (vgl. Cast, und Bickell) ganz geläufig ist. Noch weit weniger aber giebt es in der Mischnah einen Stamm באת, vielmehr find alle hierher bezogenen Beispiele Nifalformen von אות, wie sie auch in der Bibel Vorkommen, nämlich Berachoth Futurum und Schabbath Participium, weitere Beispiele sind: Schekalim 7, 7. Bezah 1, 10. Sebachim 12, 4. Sifre zu 5 Mos. 17, 18 (N. 160, 105 b ed. Wien, angeführt Jalkut § 915, entsprechend Thoßeftha Sanhedrin e. 4, angeführt Jeruschalmi 2, 5, die Lesart in Babli 21b: יתבאת ist Wohl blos fehlerhaft für יתא ביארת), Variante in Aboth 4, 5: תבאות (wofür Andere: תכתבת). Die Bedeutung ist zwar etwas von der biblischen abweichend, aber dennoch nicht so fernliegend; daß der Zusammen- Hang zwischen beiden nicht alsbald kenntlich wäre. Biblisch heißt