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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 161

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 161 (sequence 81)
Language
German
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Levy: Chald. Wörterbuch. 161 erklärt Buxt. richtig mit TtQoyauüa oder — fuuict, vor der Hochzeit, und Levy's Erklärung des Wortes (unter בלשתי) wie der ganzen Stelle jer. Schabbath 6. 4 gegen Ende — welche dem dortigen Erklärer folgt — ist unrichtig, es ist aufzufassen: wer das Vormahl vor der Hochzeit ißt, ißt auch das Hochzeitmahl mit (ממותה im Thalm. wie im Syr. in diesem speciellen Sinne), d. h. wer die Vorbereitungen mittrifft, der genießt auch den Erfolg. Unter פו־גבלטיא kommt Hr. L. zwar von seiner Ansicht zurück, aber auch das dortige 71Qü)T0ya[Äia ״die Feier in den ersten Tagen nach der Hochzeit" ist nicht richtig, es ist vielmehr in allen Stellen von den Vorbereitungen zur Hochzeit die Rede. (Auch bei Sachs, Beiträge I S. 152 bereits das Richtige.) — Unter 2 נאלא lesen wir in Aruch: אשר לא משכה׳ בעול תרגום ירושלבלי ד לא סליק בנאלא שעבוד דביר, also das jeruf. Tharg. setze Deut. 21, 3 für die Worte, welche nach unserm Texte lauten: welche nicht gezogen an einem Joche דלא סליק בכאלא, die Worte שעבוד דביר halte ich für eine von Nathan hinzugefügte Erklärung, wie er sie nach den Textesworten errathen hat, יאלא heiße: Dienst am Joche. Levita in Methurgeman führt dasselbe wie Aruch an, Wohl nur diesem folgend, ohne selbst eine solche Lesart vor sich gehabt zu haben. Aus ihnen nun giebt Buxtorf die Stelle wieder, glaub,t jedoch, für בבאלא müsse עלה gelesen werden, wie Onkelos Rum. 19, 2 übersetze — aber נירא ohne שעבוד. Wenn Levy nun diese Uebersetzung als von dem j. Th. für Num. gegeben anführt, so ist dies ein Jrrthum, und ebenso unrichtig ist in seiner Wiedergabe סלקא für סליק. Die Erklärung L.'s ist aber ganz unglücklich, er zieht das griech. vmlr\g herbei, übersetzt: Jugend, was an sich schon sehr fern liegt, aber auch dem Inhalte widerstrebt, denn die Kalbin (oder auch die rothe Kuh) soll nicht blos nicht in ihrer Jugend, sondern niemals das Joch getragen haben. Sehen wir uns jedoch weiter über das Wort באלא um, so führt L. selbst (nach Aruch) aus Bechor. 44 b eine Stelle an, in der es, wie im Syr. — das L. richtig heranzieht — Alp bedeutet, und dasselbe ist es sicher Sanh. 59 b, wo ירוד באלא als Schimpfrede erscheint: Ungeheuer, Kobold. Man muß daher vermuthen, daß auch das Tharg. — vielleicht mit der Aenderung in בה יאלא oder 'עלה כ — so aufzufassen ist: welche kein Kobold bestiegen, d. h. welche nicht irgendwie eine Begattung erfahren, und es entspräche dies der Lesart, welche die Samaritaner beibehalten und die auch in der Halachah ihre Spuren zurückgelassen משבה בעל Bietteljahresschrift V. 2 und 3. 11

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