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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 146

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 146 (sequence 66)
Language
German
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146 Necensionen. digung zu wiederholen, daß dieses Werk nicht unvollendet geblieben. Zugleich glauben wir, die zahlreichen Verehrer Luzzatto's, und das heißt die Freunde gründlicher Wissenschaft, darauf aufmerksam machen zu müssen, daß dessen Schriften zu sehr billigen Preisen durch dessen Sohn, Jsaia Luzzatto in Padua, zu beziehen sind. Die hebräische Schrift über das Alter des Sohar zu 1% Francs, die italienisch geschriebene Grammatik über den biblischen Chaldaismus und den Dialekt des babylonischen Thalmud zu 11/2 Francs, die hebräische Einleitung zum römischen Machsor zu einem Franc und so alle übrigen Schriften erhalten zu können, wird eine Nachricht sein, die viele Kenner und Liebhaber zu vernehmen erfreut. 3. März. 2. P i n e l e s. Dem Werke!דרכד? עזלתורד, das Hr. H. M. Pineles im I. 1861 herausgcgeben (280 S.), hat derselbe vor einiger Zeit einen Anhang beigefügt (S. 281—300), der meine Aufmerksamkeit auf das Werk selbst umsomehr wieder zurücklenkt, als mir dasselbe bei seinem Erscheinen nur flüchtig vorlag und erst jetzt in meinen Besitz gelangt ist. Ich will keine Kritik schreiben und blos auf beachtenswerthe Stellen aufmerksam machen. Mit einer gewissen Aengstlichkeit bestimmt der Vfr. bereits auf dem Titelblatte, nochmals auf der Rückseite und mehrfach im Innern des Buches seinen Zweck dahin, daß er die mündliche Lehre im Allgemeinen, die Mischnah insbesondere vertheidigen wolle, das Recht der Sofrim zur Abweichung von dem einfachen Schriftsinne zu begründen, den Nachweis über die natürliche Auffassung der Mischnah, die oft von der Gemara und den Rabbinen verkannt worden und daher zu Angriffen gegen sie Veranlassung gegeben, zu führen beabsichtige. Die Vergleichung der alten Baraitha's, die Darlegung des abweichenden Verfahrens in der jerusalemischen und der babylonischen Gemara sollen ihm dazu wie zur Berichtigung dieser Werke selbst die Hülfsmittel bieten. Diese ausgesprochene nachdrücklich betonte Absicht, der Kritik eine positive Wendung zu geben, von der wir es ununtersucht lassen wollen, ob sie ernst gemeint, oder blos als Hülle angelegt ist, verführt oft zu Künstlichkeiten und Gewaltsamkeiten und befriedigt nach keiner Seite hin. Die starr am Hergebrachten Haltenden haben, wie nicht anders zu erwarten war, den Feind auch

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