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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 130

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 130 (sequence 50)
Language
German
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130 IV. Gabirol. eigentliche Begründer der neuen Dichtkunst ist. Er hatte erst die spröde Sprache den neuen Dichtformen gefügig zu machen, den neuen und viel gedankenschwereren, daher auch um so mühsamer dichterisch zu bewältigenden Inhalt in sie zu gießen; wenn die Anmuth zuweilen darunter litt, der leichte Fluß, Durchsichtigkeit und Verständlichkeit des Ausdrucks nicht selten fehlen, so erkennen wir darin die große Schwierigkeit der Aufgabe, nicht die mangelnde Kraft des Meisters, der zuerst den Felsen durchhauen und die Wege in ihm gebahnt. Was er aus diesem Gebiete versucht und geleistet, habe ich neuerdings in dem Büchlein ״Salomo Gabirol und seine Dichtungen" dem allgemeinen Verständnisse nahe zu bringen gesucht;*) es liegt dem sachverständigen Publikum vor, das die Schwierigkeiten, welche bei diesem Unternehmen zu überwinden waren, zu würdigen wissen wird. Jedenfalls dürfte das sichere Verständniß einer großen Anzahl sehr dunkler Gedichte nicht unwesentlich gefördert, deren Veranlassung und Absicht, welche dem Inhalte erst die rechte Bedeutung geben, bald erkannt bald wahrscheinlich gemacht sein. Sicherem Vernehmen nach bereitet Herr Senior Sachs nach neuen handschriftlichen Quellen eine neue Ausgabe der Gedichte im Originale vor, 1 2) und wir dürfen da ge- 1) Ich ergreife die Gelegenheit, einige stehen gebliebene finnstörende Druckfehler zu berichtigen. S. 25 Z. 17 muß ״winzigen" gelesen werden statt: würz'geu, S. 113, Z. 18 l. moslemischen oder christlichen, auf S. 122 ist Anm. 32 ausgefallen, welche lautet: Dukes das. S. 30 ff, S. 123 Anm. 37 L. Dukes das. S. 51 f, S. 124 Anm. 40 l. Dukes das. S. 18 ff.' S. 128 Anm. 45 Z. 6 st. נלריקים l. דירקים — Nachträglich werde ich darauf aufmerksam gemacht, daß Luzzatto im Maggid Bd. III, (1859) N. 37 (S. 146 f.) und 38 (S. 150 f.) wie Bd. VI (1862) N. 32 (S. 253 f.), 40 (S. 317) und 41 (S. 326 f.) das Gedicht, welches' in meinem Gabirol S. 45 ff. ausgenommen ist, zu berichtigen und zu erläutern unternommen; wir weichen in manchen Punkten von einander ab, während wir in manchen Berichtigungen Zusammentreffen, und auch der Grundgedanke, welcher das ganze Gedicht durchzieht, wird von ihm anders aufgesaßt- Es soll hier nicht nochmals auf Einzelnheiten eingegangen werden, es genügt, das Uebersehene hier nachznholen. Auch zu einigen Versen des S. 56 wiedergegebenen Gedichts hat Luzz. daselbst (III, N. 37) einzelne Bemerkungen gemacht. — Auch zu S 125 und Anm. 5 das. wird mir von verschiedenen Seiten eine Correctur mitgetheilt, die ich, als sehr wahrscheinlich, dem Leser nicht vorenthalten will, es sei nämlich statt ועטרת zu lesen ועטך, und deine Feder. 2) Auch von Hrn. Dr. Egers in Berlin wird berichtet, daß er sich eingehend mit denselben beschäftige.

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