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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 128

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 128 (sequence 48)
Language
German
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128 IV\ Gabirol. 1863 I, 4 (S. 361—388) ausgenommen ist. Diese Schrift ist lateinisch gedruckt und hebräisch mehrfach handschriftlich vorhanden; beide sind sie die Uebersetzung eines arabischen Originals, das zwar wiederum als eine Uebersetzung aus dem Griechischen und zwar als ein Werk des Aristoteles gelten will, aber doch offenbar selbstständig nach neuplatonischen Mustern bearbeitet ist. Als die vorzüglichste neuplatonische Quelle weist Hr. H. die Werke des Proklus nach, besonders die enge Verwandtschaft mit dessen gtoi%uwglg ftzoloyiwr (S. 375 ff.). Auf Proklus, dessen Schriften theils in das Arabische übersetzt, theils von Arabern bearbeitet worden, muß daher Wohl auch besonders für Gabirol zurückgegangen werden, wie dies theilweise auch schon von Joel geschehen ist. r) 1) Gelegentlich mag hier eine Bemerkung sich anschließen, die einen schweren und nothwendig zu heilenden Schaden offenbart. Hr. Hcmeb. gehört zu den wenigen Gelehrten, die mit der liebenswürdigsten Unbefangenheit den Grundsatz befolgen, von dem auch Albert der Große sich leiten ließ: Accipiemus ab antiquis quaecumque bene dicta sunt ab 1x818 (S. 363), und zwar in dem noch weiteren Umfange, wie er bei den philosophischen Rabbinen lautet: ״ קבל דלאבלת בלנלי עואבללוnimm die Wahrheit an von einem Jeden, wer sie auch sagen mag." Er benützt daher ohne das mindeste Vorurtheil Schriften jüdischer Verfasser, sobald sie ihm zugänglich sind; um so betrübender ist die Erscheinung, daß selbst einem solchen Mann, der durch seine Beziehungen zu der Akademie, der Universität, einer reichen Bibliothek, durch seine gelehrten Verbindungen mit allen Hülfsmitteln ausgerüstet ist, mancherlei in seine Untersuchungen Einschlagendes theils ganz unbekannt bleibt — wie Joels Abhandlung über Gabirol —, theils, wenn er davon zufällige Kenntniß erhält, unzugänglich ist, weil sich die Arbeiten in — jüdischeu Zeitschriften befinden und diese auch in den am Reichsten ausgestatteten Bibliotheken nicht angeschafft werden! So konnte er die ihm durch Steinschneidert Bodlejanischen Catalog bekannt gewordene Zunz'sche Abhandlung über Juda ben Moses Romano, den hebräischen Uebersetzer des Uber de eausis oder flores divinitatis, und zwar mit dem Commentar des Aegidius, welche sich in meiner wiffensch. Zeitschr. für jüd. Theologie Bd. II (1836) S. 321 ff. und namentlich S. 329, befindet, ״trotz aller Bemühungen nicht bekommen." Eine Bemerkung von mir über die dem Aristoteles zugeschriebene theologia, die sich übrigens blos auf Munk beruft und die sich in meiner jüdischen Zeitschr. re. I (1862) S. 282 befindet, konnte Hr. H. ״trotz aller Anfrage nicht erhalten" (S. 388). Es ist natürlich, daß auf diese Weise gar manches in der jüdischen Literatur hinlänglich Besprochene nicht verwerthet wird. Hr. H. findet z. B., daß die Uebersetzung des Buches, welche in Handschriften dem Hillel ben Samuel aus Verona beigelegt wird, identisch ist mit der, welche den Namen des Juda ben Moses Romano trägt. Die Münchener Hdschr. wird nun

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