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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 2-3 (1867) · p. Seite 103

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
2-3 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 103 (sequence 23)
Language
German
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2. Ein Aramaismus in Hiob. 103 2. Ein Aramaismus in Hiob. Die sprachliche Eigenthümlichkeit des Buches Hiob drängt sich dem Kenner des hebräischen Sprachgebrauches immer mehr auf, je sorgfältiger er dieselbe beobachtet. Die nicht geringe Anzahl der dort vorkommenden Aramaismen mag zwar an sich nicht entscheidend sein, um das Buch in eine spätere Zeit zu verweisen; diejenigen, die dasselbe höher Hinaufrücken, versuchen diese Färbung des Sprachcharakters aus andern Umständen herzuleiten. Jedenfalls bleibt dieselbe ein Moment, das man immer vor Augen halten muß, und ein neuer Nachweis ist nicht ohne Bedeutung. Einen solchen hat R ei fman n nun beigebracht. Er weist, darauf hin, daß die Worte Hiob 13, 28, er wird ברקב sich abreiben, von dem Syrer mit Beibehaltung des Textwortes übersetzt werden: dieses aber bedeute: wie ein Schlauch, wie es auch Barhebräus in seinem Scholion erkläre und wie das Wort überhaupt im Aramäischen sonst noch vorkomme (vgl. Castellus und Buxtorf). Auch der Araber, der den Syrer wiedergiebt, fügen wir hinzu, faßt dessen Worte so auf. Man könnte nun glauben, der Syrer sei durch seinen Sprachgebrauch verleitet worden, dem Bibelworte eine ihm fremde Bedeutung unterzulegen; allein schon die Septuaginta übersetzen ccaxog, Lederschlauch — während Symmachus an ״Fäulniß" festhält—, so daß die aramäische Fassung des Wortes für diese Stelle sich traditionell erhalten hat. Und dieselbe ist wirklich hier, wie bereits Reifmann bemerkt, die einzig richtige: wie ein Lederschlauch, der vom Alter zerrieben ist, wie ein Kleid, das die Motte zerfressen. 3. Jsmael's Frauen im jerusalemischen Thargum und in den spätern Midraschim. Es ist schon hinlänglich darauf aufmerksam gemacht, daß das jerusalemische Thargum (Pseudo-Jonathan) zu 1 Mos. 21, 21 die Hauptfrauen Mohammed's als die Frauen Jsmael's nennt; die zweite wird deutlich daselbst Fatima, פטימא, genannt, die erste, Chadidscha, ist zwar etwas in עדיעגא corrumpirt, aber doch kenntlich genügt). Es ist offenbar, daß diese Stelle nicht vor dem Ende des siebenten 1) So auch bei Lev y im chald. Wörterbuche II 204 b unter עדיעוא nur ist dort Chadidja, die erste Frau Mohammed's, mit der gleichnamigen Tochter der Fatima von ALi verwechselt.

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