Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 1 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
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Sacharia beu ha- Kazaw. 75 Kleinen" übersetzt, wie ich glaube, doch jedenfalls, daß er es auf Menschen und nicht auf die Schafe bezieht. Er übersetzt nämlich: \aj^ v?rv^?2 nun wird aber weiblich gebraucht; und wenn es sich auf Stücke von ihnen bezöge, würden wir eher erwarten und 1/,-»^ gleichfalls im Femininum. Jedoch ob und welche Uebersetzer die Stellen mit dem Sinne erfaßt haben, daß die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ״der Hirtenjunge" ist, mag dahingestellt bleiben; die Sache selbst scheint mir unzweifelhaft, und die S chwierigkeiten, die man vielfach in den Stellen gefunden hat, sind, meines Bedünkens,׳ mit der gegebenen Erklärung vollständig beseitigt. 23. Nov. 3. Sachariah ben Ha-Kazawund Joseph ha-Khohen. Von den beiden in der Aufschrift genannten Männern constatirt Hr. Dr. Derenburg in Nr. 9 der Forschungen (Beilage;u Ben- Chanania Nr. 43) S. 145 f. nach den thalmudischen Stellen, wo sie Vorkommen, daß sie zur Zeit der Tempelzerstörung gelebt, während an einer andern Stelle, nach welcher Sachariah später gelebt haben müßte, wirklich nicht unser ben Ha-Kazaw gemeint sei, vielmehr diese Worte gestrichen werden müßten, und ein anderer späterer Lehrer vorgeführt werde, der sonst Sakkhai genannt werde. Gegen die Möglichkeit dieser Emendation läßt sich sicher Nichts einwenden, doch halte ich sie mcht für nothwendig, ja ein genaues Eingehn in die Stellen bestärkt in der Annahme, daß wir es bei Sachariah ben Ha-Kazaw wirklich überall mit derselben Person zu thun haben, und zugleich werden sie eine neue Jllustration liefern über die Stellung jener Priester, die, wenn auch mit den Pharisäern gemeinsam gehend, dennoch ihre priesterliche Besonderheit selbst in der gesetzlichen Auffassung nicht aufgaben. Auch Sachariah ben ha-Kazaw nämlich war, wie die Erklärer schon bemerken, Priester; als solcher war er doppelt besorgt um die Keuschheit seines Weibes, indem der Priester den Umgang mit einer der Keuschheit Verlustigen nicht fortsetzen darf, und er beschwört, daß bei einem Einfalle der Römer — wie Derenb. glaubt, unter Florus — die Hand seines Weibes nicht aus der seinigen gewichen sei, er also für dessen bewahrte Keuschheit einstehn könne. Dieses Selbstzeugniß aber, ward ihm bemerkt — Wohl