Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 1 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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Umschau. 69 nealogischen Verzeichnisse, welches ein Nachkomme dieses Eliahu angefertigt, werde desselben und seines Heldentodes bei der Vertheidigung der Stadt gegen die Genuesen in dem angegebenen Jahre gedacht. — Hr. Br. nun bestreitet (S. 85 ff. Anm.), daß die Genuesen sich bereits vor 1266 irgendwo in der Krim festgesetzt. Nach einem Schreiben Chwolson's an Kunik verhält es sich nun mit der Grabschrift so: Sie ist am Ende verletzt und kann daher nicht Alles gelesen werden, deutlich ist blos: Eliahu, Sohn . . . , als die Genuesen belagerten (oder bedrohten) . . . Sabbath ... des Jahres. Darauf folgen zwei Zeilen, welche den Vers Ps. 65, 5. enthalten (und der das Chronostich einschließen soll. G.). Auf der ersten Zeile sind nur die zwei ersten Worte des Verses zu lesen, aber ohne daß Punkte darüber gesetzt wären, wodurch sie erst zu Zahlzeichen würden, während die drei folgenden Worte fehlen. Die zweite Zeile enthält die fünf letzten Worte und fehlen am Schluffe nur drei Buchstaben. Hier sind nun fünf Buchstaben mit Punkten versehen, welche die Zahl 21 ergeben (also בטוב ב G.), und dieses muß 1021 — 1261 bedeuten. Hätte nämlich 1121 —1361 ausgedrückt werden sollen, so hätte ja sehr leicht das Kof in קדעו mit einem Punkte bezeichnet werden können, um das Hundert zu ergänzen. Freilich konnten etwa unter den Buchstaben der drei auf der zweiten Zeile fehlenden Worte (und unter den drei auf der zweiten Zeile fehlenden Buchstaben. G.) noch mancher mit einem Punkte versehen sein; jedoch ist dies nicht wahrscheinlich. Firkowitsch hat nämlich das Jahr bestimmt nach der von ihm in Constantinopel aufgefundenen genealogischen Liste, dort aber heißt es, der genannte Eliahu sei den und den Tag der Woche und des Monats im Kampfe gegen die Genuesen gefallen. — Der Gegenstand greift, wie gesagt, gar nicht in den Gang der Untersuchung ein, soweit sie für uns wichtig ist; es könnte ganz Wohlsein, daß auf dem Grabstein wirklich 121 (oder auch jedenfalls noch ein Zusatz zu 21) ausgedrückt sei oder auch daß mit 21 blos die Zehner und Einer angegeben sind, während die Hunderte zurückgelassen werden, also der Grabstein aus 1361, jedenfalls nach 1266 datirt. Ob in der genealogischen Liste — einer Art von Documenten, welche, zumal bei den Karäern, für genaue Jahresangaben nicht zu den zuverlässigsten gehört — überhaupt ein Jahr angegeben ist, erfahren wir nicht genau. Wenn nun auch dieses Datum für die Geschichte der alten Zeit ohne allen Einfluß ist, so wäre es doch