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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 1 (1867) · p. Seite 67

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
1 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 67 (sequence 68)
Language
German
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Levy: chald. Wörterbuch. 67 Wort eigentlich gar nicht chaldäisch ist, von Onkelos jedoch an diesen drei Stellen absichtlich aus dem Hebr. beibehalten worden.*) Sehr auffallend aber ist, daß der Vrf. selbst eine sprachlich sehr wichtige Lesart, welche sich in der Sabionetta- Ausgabe findet und von der Massorah bezeugt wird, gar nicht aufnimmt; es ist dies die Uebersetzung von ומלי בלב für 1 וידבר •בל לב Mos. 34, 3. (in den gewöhnlichen Ausgaben ומליל -בל לב). Luzzatto hat diese (a. a. O. S. 157, vgl. 165) als einen Syriasmns nachgewiesen, ich habe dies als solchen in Ztschr. d. DMG. XVIII, 651 f. weiter belegt, wozu noch Hiob 2, 11. und 2 Chr. 32, 8. hinzuzufügen sind, auf diesen Ausdruck ferner daselbst aber auch als im Spätbiblischen bereits üblich hingewiesen in מלאו לבו Esth. 7, 5., noch schlagender מלא לב ב Koh. 8, 11. 9, 3., ermuthigen, anreizen. Das durfte unter מלי I nicht übergangen werden. Die Bemerkungen des Hrn. Prof. Fleischer bewegen sich *) Auch das jerus. Thargum wie der Syrer bedienen sich bei ihnen ausuahmsweise des Wortes, in der Genesis, weil die Paronomasie von אדב und אדבדר beibehalten werden soll, und im Exodus, weil sie mit dem Rasenaltar nicht ins Reine kommen konnten (vgl. Ztschr. der DMG. Bd. XIX S. 607) und daher lieber das hebräische Bibelwort beibehielten. Nicht ganz richtig ist daher, wenn Michaelis behauptet, lAliOji komme blos der Paronomasie wegen, Gen. 2, 7. vor, da es auch an der einen Stelle im Exodus vorkommt. Wenn er aber hinzufügt, das Wort sei Syris non usitatum, so hat er darin vollkommen Recht, und wir haben eben erkannt, daß es gerade als ein fremdartiges absichtlich in der Exodusstelle ausgenommen ist. Zwar bestreitet schon Bernstein im Wörterbuche diese Behauptung, weist aus der syr. Bibelübersetzung noch 1 Sam. 4. 12. 2 Sam. 1, 2. 2 Kön. 5, 17. und Hiob 5,6. nach; allein an allen diesen Orten, wo es auch im Hebräischen gebraucht wird, heißt es gerade nicht: Erdboden, sondern in einem auch in der Bibel nicht sehr gewöhnlichen Gebrauche: Erde, die aufs Haupt gestreut wird, wie in den zwei ersten Stellen, dichterisch im Hiob parallel mit ב2ר-, und etwas Erde, das Naeman mitnehmen will, in Kön. Dieses eigenthümliche Wort hält nun der Uebersetzer bei, wie auch das Tharg. in Kön. und Hiob thut, aber gerade in der gewöhnlichen Bedeutung vermeidet es der Syrer. Die wenigen Stellen noch aus Efräm und andern kirchlichen Schriftstellern, die Bernstein noch beibringt, sind Nachbildungen der Peschico und nicht dem lebenden Sprachgebrauche entnommen. Seltsam ist, daß Bickell (earm. Nisib. p. 37) diesen Protest gegen Michaelis als etwas Neues erhebt und ihn mit einer einzelnen Stelle aus Efräm begründet, während er durch Bernstein und zwar weit besser belegt — auch die von Bickell angeführte Stelle ist beigebracht — schon ausgeführt war. 5

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