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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 1 (1867) · p. Seite 33

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
1 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 33 (sequence 34)
Language
German
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Sprüche, des Sextius. 33 ihren Ursprung, so sind sie doch nur wie ein hundertfacher Wiederhall und eine sich steigernde unermüdliche Abwechslung der Grundgedanken theils der Worte Christi selbst, vorzüglich in der sogenannten Bergrede, theils der neutestamentl. Sendschreiben des Jacobus und Johannes, so daß man mit Recht sagen kann, ohne diese Schriften hätte auch unsere Schrift in keiner Weise entstehen können." ״Nur das ist hier das Neue und Schöpferische, daß alle die christlichen Grundgedanken, wie sie einmal gegeben waren, auch im tieferen Denken und in kunstvollen Reden tausendfach so kraftvoll und so freudig wiederhallen, als wollte das Christenthum schon zur einzigen Alles umfassenden und Alles durchdringenden Lebens- Weisheit werden." (et. Ott 1. e. S. 1 u. 2.) Diese von Ewald dem Christenthume dargebrachten, aus den Tistussprüchen geschöpften Huldigungen werden von dem christkatholischen Prof. Ott total abgewiesen. Es wird im Gegentheil von ihm der Nachweis geliefert, daß gerade die Grundgedanken, wovon das Christenthum zu jener Zeit am lebendigsten bewegt sein mußte, den Sextiussprüchen fehlen und daß darin nichts anderes als ״das Product einer shnkretistischen Religionsphilosophie vorliege, worin heidnische Gedanken einen wesentlichen und bedeutenden Grundstock bilden, zugleich aber jüdische Elemente mit solcher Wirkung Aufnahme gefunden haben, daß einzelne Bestandtheile Heidnischen Denkens zwar ziemlich unverkürzt und ursprünglich verblieben, andere dagegen entweder beseitigt, beziehungsweise mit Neuem ersetzt, oder abgeschliffen und in dem Sinne der Osfenbarungslehre * verändert wurden, (cf. Ott 1. c. S. 2 u. '3.) Diese Anschauungsweise bedarf, um vollkommen zuzutreffen, bei sorgfältigem Eingehen auf den Inhalt des Enchiridions nur der Modification des Urtheils, daß gesagt wird, der Kern darin sei jüdischen Ursprungs, um welchen sich verwandte oder nahe anstreifende Gedanken der Zeitphilosophie angesetzt haben. (Fortsetzung folgt.) Nierteljahveöschrift V. 1.

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