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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1867-01-01 · 1 (1867) · p. Seite 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
5 (1867)
Issue
1 (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 31 (sequence 32)
Language
German
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Sprüche des Sextius. 31 im Einklänge mit älteren Kirchenlehrern entschieden für das Werk eines heidnischen und zwar eines pythagoräischen Philosophen. Diesen gegenüber vindicirte Siber dem Enchiridion einen christlichen Ursprung und Charakter und wollte es speciell dem P. Lixtus II zuschreiben, während nach Rufin die Meinung zwischen dem ersten und zweiten Sixtus schwanken konnte und bis dahin auch wirklich ein Unterschied zwischen beiden nicht gemacht wurde. Die Ansicht Sibers fandaber nur an Hamberger (Zuverlässige Nachrichten von den berühmtesten Schriftstellern II, 598) Unterstützung und bis auf die neueste Zeit herrschte über den heidnischen Ursprung und Charakter der übrigens ziemlich in den Hintergrund geschobenen Sprüche kein Streit mehr. Während nun der Franzose Lasteyrie, von der Be- Wunderung der Sextiussprüche ergriffen, den Ausspruch thut, man könne dieselben nicht, wie es früher versucht worden sei, für das Christenthum in Anspruch nehmen, da sie eine vernünftigere Dogmatik und eine reinere Moral enthalten als das Evangelium (cf. 1. c. p. 90 ff. 94. 117 ff. 122 ff. 173. 200 ff.), so wird von Ewald auf Grund der syrischen Uebersetzung unser Spruchlehrer mit großer Bestimmtheit für P. Sixtus I. ausgegeben und über den Inhalt dieser Spruchsammlung mit solch ekstatischem Lobe gesprechen, daß durch ausführlichere Wiedergabe seiner Kritik im Interesse der rabbinischen Elemente, die das Enchiridion enthält, davon Act zu nehmen ist. Von der syrischen Uebersetzung glaubt Ewald (cf. Ott Programm vom I. 1861 S. 19 u. 20), ״die griechische christliche Urschrist in ihrer ganzen Kraft und Frische rein und ächt darin wiederklingen zu hören, während die lateinische Uebersetzung uns bisher nur einen verkümmerten und verstümmelten Sixtus geboten habe, der seines saftigen Sinnes beraubt und bis zum Unverständlichen abgeblaßt sei." (Göttinger gel. Anz. 1859. I S. 261 f.; Gesch. des V. Israel 2. Ausg. 7. Bd. S. 321 ff.). Aufs glänzendste weißt Ott jedoch nach, daß diese syrische Uebersetzung den ächten Grundtext durchaus nicht wiedergibt, sondern nur eine freie Bearbeitung entweder des griechischen Originals oder der lateinischen Uebersetzung enthält, (cf. Ott I. c.)*) *) Sehr wahrscheinlich ist jedoch, daß der Syrer das griechische Original in freier Weise übersetzt hat. Als Beleg dafür kann z. B. Spruch 6 angeführt werden. Diese Sentenz lautet nach der lat. Uebersetzung: Der un-

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