Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 289

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 289 (sequence 129)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2420973-2420983-2420986--1252-2422334
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Aus Briefen. 289 jüdischen Lehrers ausspricht? ^während wir endlich bei den Byzantinern (Porphyrogenetes, Theophanes rc.) Nachrichten über Juden in Phanagorien (Taman), Jberien und von Cholisiern (am Kaspischen Meere), welche mosaische Gesetze ausüben, aus sehr frühen Zeiten haben? Womit läßt sich ferner ein Urtheil wie das Gr.'sche (Bd. VI S. 69 Anm.) rechtfertigen: ״die polnisch-jüdischen Münzen . . . sind augenscheinliche 8 puria“, nachdem alle competentesten Numismatiker sich für deren Echtheit erklärt und der einzige Gegner, Jaachim Lelewel, seine Zweifel öffentlich zurückgenommen (P6vu6 nuimsmatique 1860 p. 328—34)? . . Zum Schluffe erlauben Sie mir eine Ergänzung zu meiner siebenten Analekte (Bd. IIIS. 291 f.) wegen der ״neun Völker". Aus Const. Porphyrog. zeigte ich, daß diese neun Provinzen zwischen Albanien und Chazarien lagen. Nun finde ich jetzt bei Masudi in seinen ״goldnen Wiesen" im Cap., das von den kaukasischen Stämmen handelt, folgende Stelle (Magoudi, 168 prairies cTor T. II Paris 1863 p. 47): i<A$> Jä ac\$> L^, ״Neben diesem Stamme (dem St. Kaschak äLk*', welcher an dem der Allan r,^Ji gränzt) an demselben Meere (dem kaspischen) wohnt ein anderer Stamm, dessen Gebiet As-Seba' Boldan (sieben Ländereien, sieben Kantone) heißt." Ich glaube, daß man nicht (sieben), sondern ^xjf (neun) lesen darf, und somit haben wir auch bei diesem Schriftsteller die תטגע אובלות über welche er aber keine näheren Nachrichten anzugeben weiß. Aehnliche Verwechslungen der diakritischen Punkte im Arabischen kommen bekanntlich häufig vor und ist in der jüdischen Literatur derselbe Fall mit dem Saadianischen Vocabularium äjyüi sdkäJ wo es statt heißen muß (vgl. Zeitschr. für die Kunde des Morgenlandes Bd. V 1844 S. 136 Anm.)*) *) Für die häufigen Unrichtigkeiten, welche aus der Verwirrung mit den diakritischen Punkten im Arabischen entstehen, und daher die leichte Ver- Wechslung von und £״•׳׳•>:.[i bedarf es gar keines besondern Beleges, und so hat die Bemerkung des Hrn. H. ihre volle Richtigkeit. Was jedoch die 70 Wörter des Saadias betrifft, so ist weder die Correctur noch die Her- Leitung des angeblichen Jrrthums richtig. Alle Alten sprechen von 70 Wörtern, wie schon wiffensch. Ztschr. fjüd. Theol. Bd. V S. 324 bemerkt ist, und auch der jüngere Zeitgenosse des Saadias führt die Abhandlung in seinen Kritiken (N. 8 S. 3 unten) ausdrücklich jo an: ע' בלו־כדץ עןלא Viertel Jahresschrift IV. 4. 19

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.