Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 3 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 288 (sequence 128)
- Language
- German
- Belongs to
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288 Aus Briefen. zu Lhun habe. Der vierte der oben beschriebenen Steine wurde in Gegenwart glaubhafter Zeugen unter einem indianischen Stein- Hügel in einem tiefen Grabe gefunden, und der Hügel war, ehe man Tausende von Wagenladungen mit Steinen zum Behufe naher Canalbauten entfernte, 40—50׳ hoch und hatte an seiner Basis einen Umfang von 580.׳ Wer sollte auch eine solche Mystification begangen haben, wer ihrer in der Gegend von New Ark fähig gewesen sein? Der Berichterstatter, Pastor Miller, den ich vor mehreren Jahren persönlich kennen lernte, ist durchaus glaubhaft und besitzt die nöthigen hebr. Kenntnisse, um die Inschriften zu lesen. Die Steine erscheinen mir demnach von hoher wissenschaftlicher Bedeutung, und ich bin begierig zu erfahren, was europäische Gelehrte, was Sie dazu sagen. fEhe man sich in Conjecturen einläßt, bedarf es eines getreuen Facsimile; wo befinden sich denn gegenwärtig diese Steine? G.^ Ist schon irgend eine Kunde davon zu Ihnen hinübergedrungen, daß man von verschiedenen Seiten hier zu Lande für eine Jewish national uniyersity agitirt? Es ist fast unbegreiflich, welche monströse Ideen auf den Markt gebracht werden! Aus einem Briefe des Hr. Harkavy, Petersburg, 9. August.. ... Bemerken Sie gefälligst noch, daß die Nachricht über Kunik (oben S. 155) in dem Wiener Jahrbuch veröffentlicht war. — Ihre Mittheilung ״aus einem Briefwechsel" (S. 141 ff.) verschaffte mir umsomehr ein wahres Vergnügen, als ich vor ungefähr einem Jahre in einem '.hebräisch geschriebenen Briefe an einen Freund ungefähr dasselbe Urtheil über das Grätz'sche Geschichts- Werk aussprach. Darin analysirte ich z. B. die Art, wie Gr. die Geschichte der Juden in den slavischen Ländern darstellt. Darf ein jüd. Historiker behaupten, wie es Gr. thut^Bd. V S. 188 f.), daß die Juden in die Krim sowie in die Gegenden des kaspischen und des schwarzen Meeres erst am Anfänge des 8. Jahrhunderts gekommen, während Inschriften griechischer Juden aus Bosphor, Anapa und Olbia schon vor den zwanziger Jahren in dem Boeckh'schen Corpus Inscript. Graecarum veröffentlicht sind? während ferner die meisten Lexikographen כספיא (Esra 8, 17) mit Kaspia und הפרד in Obadia mit Bosphor identificiren, welche letztere Ansicht schon Hieronymus, also im vierten Jahrhundert, im Namen seines