Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 3 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 120)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2420973-2420983-2420986--1243-2422325- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
280 Umschau. saat gestanden," zur Reife sich entwickelt hatte, und ebenso wird von der Schöpfung in Rosch Ha-Sch. gesagt, alle Wesen seien ״in ihrer Vollsaat" geschaffen worden, d. h. als ausgewachsen entstanden. — Die richtige Lesart בלוזי st. בלזוזי in Ga. 45 (,9) S. 18, welche der Herausgeber Musafia S. בלג und Buber ©;14 Herstellen, bezeugen die Dialekte ]la^o und Neben den älteren Werken ist durch denselben Verein auch eine neuere Schrift herausgegeben worden, nämlich die Reisebeschreibung des Jakob Sapir (111 Doppels, außer Vorrede und Begleitschreiben). Wir begrüßen diese belehrende Schrift mit wahrer Freude und sehen deren zweitem Theile, welcher Wohl die eigentlichen literarischen Mittheilungen *bringen wird, mit lebhafter Begierde entgegen. Der Verfasser hat, wenn ihm auch die wissenschaftliche Vorbildung und Hülfsmittel abgehen, gesunden Verstand und ein glückliches Forschertalent, so daß er den Blick hat für Interessantes und das Geschick es vorzuführen. Nach der Vollendung des Werkes wird sich die wissenschaftliche Ausbeute" besser übersehen und verwerthen lassen, und wir verspüren daher einen ausführlicheren Bericht auf diese Zeit. Schließlich möchte ich den oder die Herausgeber aufmerksam machen, daß ihnen doch einige höchst beachtenswerthe Werke recht nahe liegen, durch deren Veröffentlichung der Literaturgeschichte ein wirklicher Dienst erwiesen würde. Die Peßiktha ist ein wichtiges Mittelglied in der Midrasch-Literatur, und sie befindet sich in der - Hand Buber's. Noch werthvoller sind die Streitschriften zwischen den Schülern Menachem's und Dunasch's, die S. G. Stern in einer Abschrift aus Parma besitzt. Ausführliche Mittheilungen aus den Bibel-Handschriften und Fragmenten, welche jetzt in Petersburg liegen, ihre Varianten, ihre Maßorah's, ihre Abweichungen im Thargum, würde Gurland zu liefern im Stande sein, ein Abdruck des Thargum Jeruschalmi nach dem Manuseripte, welches das britische Museum gegenwärtig aus Almanzi's Nachlaß besitzt, — wenn es von dem gedruckten wirklich abweichen sollte — würde sich Wohl auch nicht unschwer veranstalten lassen. Möge dieser Wunsch nicht unbeachtet bleiben! 9. August.