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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 279

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 279 (sequence 119)
Language
German
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Umschau. 279 schienenen Berichtigungen und Anmerkungen von Salomon Buber und S. Halberstamm ziemlich abgeholfen. Freilich lassen auch diese noch Manches aus, was gerade von Wichtigkeit ist. So ist bereits in dieser Zeitschrift (Bd. III S. 175) darauf hingewiesen, daß die verdächtigen Stellen, welche einige dieser Gutachten enthalten, wie sie in Sch. Thesch. vorliegen, indem sie ״Jeruschalmi".- Angaben einschließen, welche in. spätkabbalistischem, soharischem Geschmacke sind, ein Umstand, der namentlich von David Luria zur Vertheidigung des höheren Alters des Sohar und zum Nachweise seines Vorhandenseins und Ansehens bei den Geonim benützt wurde, — daß gerade diese Stellen in der neuen Gutachtensammlung fehlen und sich daher als spätere Einschiebsel kund geben. Buber übergeht diese Bemerkung ganz, obgleich er eine sonst sehr sorgsame Vergleichung der beiden Sammlungen anstellt. Halberstamm, dem mein Hinweis bereits bekannt war, bemerkt (S. 30 Anm. 7), er fände diese Auslassung nur in dem einen Gutachten 90, das der N. 55 in Sch. Thesch. entspreche; er hat jedoch die N. 7 (erste Hälfte) übersehen, welche der N. 220 in Sch. Thesch. entspricht, und ebenso fehlt in N. 85 (erste Hälfte) der ominöse Schluß, welchen Sch. Thesch. N. 26 enthält, der zwar nicht im Namen des ״Jeruschalmi" angeführt wird, aber von demselben Geiste dictirt ist. Es sei hier auch noch einer interessanten alten Lesart in mehrereren Thalmudstellen gedacht, die hier bezeugt und betont wird und die von sprachlichem Werthe ist. Gelegentlich einer Anfrage über den Sinn einer Stelle in Rosch ha-Schanah 11 a bemerkt Hai, die alte LA. sei בקבלתן כבראו (nicht בקומתן), ebenso Baba mezia 107 a טותעמוד בקמוזת und Jebamoth 89 b מטותעמוד בקבלהת. Natürlich ist es Hai nicht darum zu thun, ob das Wort mit oder ohne Wav geschrieben, sondern daß nicht קובלת, vielmehr קבלת gelesen werde. Hiermit ändert sich zwar nicht der Sinn der Stellen, Wohl aber der sprachliche Ausdruck, der nach der alten Lesart ein lebensvollerer, weil sinnlich und bildlich, ist. בקובלת nämlich heißt volle aufrechte Gestalt, קבלת aber die aufgeschossene Saat,;bie in ihrer vollen Reife steht. Diese Bedeutung ist nun für Baba mez. die natürliche', man solle sich nicht in ein fremdes Feld stellen, wenn ״es in seiner vollen Saat stehe", weil man Garben niederdrückt- Bildlich ist der Ausdruck von der Jungfrau gebraucht in Jeb., erst dann beerbe der Mann sein Weib, das er als Kind geheirathet, wenn es beim Tode bereits ״in seiner Voll-

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