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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 277

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 277 (sequence 117)
Language
German
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Umschau. 277 Berichterstatter vier hervorchebt, einen vorn und hinten defecten Aruch, den er aber dem Ende des zwölften Jahrh. zuschreibt, die berühmte Menachem-Dunasch-Handschrift vom I. 1091, welche im Besitze Luzzatto's war und aus der nun die Kritiken Dunasch's gegen Saadias abgedruckt sind (vgl. oben S. 200 ff.), ein Piske ha- Rosch zu Möed aus dem I. 1366 und einen arabischen Commentar des Alau'ddin Al-Muwakkit zum Buche Madda', dem ersten der 14 Bücher des maimonischen Mischneh Thorah, der für einen Nachkommen des Maimonides in Haleb geschrieben worden. Die Beschreibung der Almanzi'schen Handschriften begleitet der Vrf. mit dem Wunsche, den wir gern hier wiedergeben: ״Möchten einige unserer jüdischen Landsleute, von denen Manche ebenso gute Gelegenheit und reichere Mittel haben, dem Beispiele Joseph Almanzi's folgen und es sich angelegen sein lassen', die handschriftlichen Ueberreste ihrer nationalen Literatur aufzubewahren!" Vorzügliche Erwerbungen hat in neuerer Zeit Petersburg gemacht. Vielfach ist schon über die biblischen Handschriften gesprachen, dennoch haben wir noch keine erschöpfende Nachricht über sie. Die Krim'schen Grabsteine haben eine höchst interessante Be- Handlung durch Chwolson erfahren, Neubauer hat eine allgemeine Inhaltsangabe über die karäischen Handschriften gemacht, Gurland hat drei neuere karäische Reisebeschreiber herausgegeben, freilich gar zu harmlos und unwissend gewesen. Neuerdings gibt derselbe Gurland — auch sonst als strebsamer junger Gelehrter bekannt — eine ״kurze Beschreibung der mathematischen, astronomischen und astrologischen hebräischen Handschriften der Firkowitsch'- schen Sammlung in der Kais, öffentlichen Bibliothek zu St. ^Peters bürg" (57 S. 8), welche über etwa 44 Schriften handelt, die jedoch sämmtlich nicht hoch hinaufreichen. Von demselben Hrn. Gurland ist nächstens auch eine Arbeit über Mordechai Kumtmo zu erwarten. — Was aus dem von Hrn. Sachs begonnenen Kataloge der G ünsburg'schen Sammlung geworden ist oder wird, weiß ich nicht; er ist, wie von dem Bearbeiter zu erwarten ist, mit vieler Gelehrsamkeit unternommen worden, doch wäre er, nach diesem Plane fortgeführt, selbst zu einer Bibliothek angeschwollen. So sind England, Holland, Frankreich, Rußland, Italien (durch Almanzi) vertreten, und Deutschland? —- 6. August.

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